Teil eines Werkes 
11. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 2. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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vorwurfsvolle Frage:Biſt Du nicht ein vernuͤnftiger, einſichtsvoller Menſch, daß Du in einer Zeit, wie die jetzige, Gelegenheit ſuchſt, Dich in Streit zu verwi⸗ ckeln? Schaͤme Dich! Ja ſchaͤmen muͤßte ich mich wirklich, ſagte der Cavalier; ſchaͤmen muͤßt' ich mich wirklich, ein ſo zahmes Geſchoͤpf zu ſeyn, mich auf dieſe Weiſe einem Manne zu unterwerfen, weſcher weder von beſſerer Geburt, noch von beſſerer Erziehung iſt, als ich. Ich ſage Dir Mark, Du machſt einen unedlen Gebrauch von Deinem Vortheile uͤber mich. Warum erlaubſt Du mir nicht, Dich zu verlaſſen und nach meiner ei⸗ genen Weiſe zu leben und zu ſterben?

Weil ich, noch ehe eine Woche nach unſerer Tren⸗

nung verfloſſen waͤre, hoͤren wuͤrde, daß Du auf eine niedrige Art geſtorben ſeyſt. Komm guter Freund, welche Tollheit war es denn von Dir, den Harriſon

anzufallen, und Dich in einen unnuͤtzen Streit mit

Bletſon einzulaſſen? Warum? Ich meine wir ſind nun einmal in des Teufels Haus, und ich moͤchte gerne dem Wirthe meine 6 Schuldigkeit bezahlen. Darum wollte ich ihm einſtwei⸗ len den Harriſon oder den Bletſon als einen Biſſen zu⸗

ſchicken, um ſeinen Appetit zu ſtillen, bis Crom

Still, ſelbſt die ſteinernen Waͤnde haben Ohren, ſagte Everard, indem er um ſich ſchaute.Da ſteht Dein Nachttrunk. Sieh nach Deinen Waffen, denn wir muͤſſen ſo vorſichtig ſeyn, als wenn der Blutraͤcher

hinter uns waͤre. Dort iſt Dein Bett und ich, wie Du ſiehſt, hahe mir meins in dem Wohnzimmer be⸗ reiten laſſen. r die Thuͤre trennt uns.

Die ich offen laſſen werde, im Falle Du nach Huͤlfe rufſt, wie jener Unglaͤubige ſprach. Aber haſt Dut denn das Alles ſchon in ſo ſchoͤner Ordnung ange⸗ troffen, mein guter Freund?