Teil eines Werkes 
11. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 2. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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Ich theilte dem Tomkins meine Abſicht mit, hier zu ſchlafen. 4

Das iſt ein ſonderbarer Geſelle, ſagte Wildrake, und wie ich ſehe, bemerkt er jeden Schritt denn Alles ſcheint durch ſeine Hand zu gehen.

Er iſt, wie ich hoͤre, erwiederte Everard,einer von denen Menſchen, welche die Zeit ausgebildet hat hat eine beſondere Gabe zu predigen und darzuſtellen, was ihm bei den Independenten Anſehen verſchafft, und Sempfiehlt ſich den Gemaͤßigteren durch ſeine Einſicht und durch ſeine Thaͤtigkeit.

Wurde ſeine Rechtlichkeit nie in Zweifel gezo⸗ gen? ſagte Wildrake.

Nie, ſo viel ich hoͤrte, ſagte der Oberſt;im Gegentheil, hat man ihn immer vertraulicherwen den ehrlichen Ioe und den zutrauensvollen Tomkins ge⸗ nannt. Ich aber glaube, daß ſeine Rechtlichkeit immer gleichen Schritt mit ſeinem Intereſſe haͤlt. Aber komm, leere Deinen Becher und geh zu Bett. Was, auf einen Zug geleert?

Alle Teufel ja mein Geluͤbde orbietet mir, zwei daraus zu machen; aber fuͤrchte ni, die Nacht⸗ muͤtze wird mein Gehirn nur erwaͤrmen ier nicht ent⸗ zuͤnden. Alſo es komme nun ein Menſch oder ein Teufel, rufe mir, wenn Du geſtoͤrt wirſt, und verlaſſe Dich auf mich. Indem er das ſprach, zog ſich der Eavalier in ſein Zimmer zuruͤck, und nachdem Oberſt Everard den beſchwerlicheren Theil ſeiner Kleidung ab⸗ gelegt hatte, legte er ſich in ſeinen Beinkleidern und in ſeiner Jacke auf das Bett und ſch ief ein.

Er ward durch eine anhalte Muſik geweckt, welche ſich in einig tfernung ver⸗ lor. Er ſchreckte auf und fuͤhlte nach ſeinen Waffen, die er nah bei ſich fand. Er ſah um ſich, da aber im Camine nur noch einige Kohlen glimmten, ſo konnte er die Gegenſtaͤnde nicht mehr unterſcheiden, doch fuͤhlte