Teil eines Werkes 
11. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 2. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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144 Nacht ſpeiste, hat ein Recht, bei Chriſtenmenſchen zu ſchlafen. 1

Es iſt auch keineswegs ſeine Abſicht ſagte Eve⸗ rard;ſo viel ich weiß, ſchlaͤft er in einem beſonderen Zimmer und allein.

Doch nicht ganz allein, wie ich es mir zu ſagen

getraue ſagte Desborough;denn Harriſon hat eine gewiſſe Anziehungskraft fuͤr die Geſpenſter ſie fliegen um ihn her, wie Muͤcken um ein Licht. Aber ich bitte dich, guter Everard, bleibe Du bei uns. Ich weiß nicht wie's koͤmmt, aber, obgleich Du deine Religion niche immer im Munde traͤgſt, auch nicht ſo viel harte Worte daruͤber ſprichſt, wie Harriſon und nicht predigſt, wie ein ſehr ehrenwerther Verwandter von mir, welcher namenlos bleiben ſoll, ſo fuͤhle ich mich doch in Deiner Geſellſchaft weit ſicherer, als bei allen anderen. Denn was dieſen Bletſon betrifft, der iſt ein Gotteslaͤſterer und ich fuͤrchte, der Teufel wird ihn holen ehe noch der Morgen graut. Hoͤrten Sie jemals eine ſo feige Memme? ſagte Bletſon dem Everard ins Ohr.Aber verweilen Sie dennoch, mein wertheſter Oberſt. Ich kenne ihren Eifer, den Betruͤbten und Gebeugten beizuſtehen, und Sie ſehen, daß ſich Desborough. in dieſem Falle befindet und mehr als ein gutes Beiſpiel noͤthig hat, um ihn zu verhindern, an Geiſter und Feinde zu denken.

Es thut mir leid, daß ich Ihnen die Gefaͤlligkeit nicht erweiſen kann, Gentleman, ſagte Everard;aber ich habe mir vorgenommen, in Victor Lees Zimmer zu ſchlafen, und alſo wuͤnſche ich Ihnen gute Nacht, woll⸗ ten Sie aber ohne Beunruhigung ſchlafen, ſo rathe ich Ihnen, ſich waͤhrend der Nachtwachen dem zu empfehlen, welchem die Nacht iſt, wie der Mittag. Ich hatte die Abſicht, heute Abend wegen meines Hierfeyns mit Euch zu reden; aber ich will es auf morgen aufſchieben, woo ich euch herrliche Gruͤnde vorzulegen gedenke, Wood⸗ ſtock zu verlaſſen. 3