Teil eines Werkes 
11. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 2. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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142 Sie ſind in ihrem Schlafzimmer, erwiederte

einer der Diener:aber ſie werden ſich wohl noch nicht

ausgekleidet haben.

Was! ſagte Everard,ſind Oberſt Desborough und Herr Bletſon beide in demſelben Schlafzimmer?

Ihre Gnaden haben es ſo gewollt, ſagte der Die⸗ ner;und ihre Secretaire bleiben die ganze Nacht auf Wache.

Es ſcheint hier im Hauſe Sitte zu ſeyn, die Wa⸗ chen uͤberall zu verdoppeln, ſagte Wildrake.Waͤre nur eine ſchoͤne Hausmagd da, ſo wollte ich mich willig in den Gebrauch fuͤgen.. 8

Still, du Narr! ſagte Everard.Und wo ſind denn der Maire und Mr. Holdenough?

Der Buͤrgermeiſter iſt zu Pferde hinter dem Sol⸗ daten, welcher nach Orford ging um Verſtaͤrkung zu holen, nach dem Flecken zuruͤckgekehrt; und der Geiſt⸗ liche hat ſich in dem Zimmer einguartirt, in welchem Oberſt Desborough die verfloſſene Nacht zubrachte, und wo er am wahrſcheinlichſten den Ew. Gnaden ver⸗ ſtehen mich ſchon, treffen wird. Gott ſteh' uns bei, wir ſind geplagte Leute!

Und wo ſind denn die Diener des Generals Har⸗ riſon, ſagte Tomkins,daß ſie ihn nicht in ſein Zimmer begleiten? 8

Hier, hier, Herr Tomkins! ſagten drei Bur⸗ ſche, welche ſich vordraͤngten und auf deren Geſichtern dieſelbe Verwirrung lag, welche ſich aller Einwohner von Woodſtock bemaͤchtigt zu haben ſchien.

Alſo fort mit Euch! ſagte Tomkins;redet nicht mit ſeiner Excellenz ihr ſehet, er iſt nicht bei Laune.

Wahrlich, bemerkte Oberſt Everard,er ſieht entſetzlich bleich aus, und ſeine Zuͤge ſind verzerrt, als haͤtte ihn der Schlag getroffen; und obgleich er auf dem Wege ſo viel ſchwatzte, hat er doch den Mund noch nicht geoͤffnet, ſeitdem wir hier ſind.