Teil eines Werkes 
11. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 2. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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Nachdem ſie ſich ſo geraͤuſchlos wie moͤglich dieſer Gegend genaͤhert hatten, bemerkten ſie einen Mann, den ſie fuͤr Harriſon erkannten, welcher neben der Koönigs⸗ eiche auf und abging, wie eine Schildwache auf dem Poſten, nur mit wilderem Anſehen. Das Stampfen der Pferde entging ſeinem Ohre nicht, und ſie hoͤrten ihn laut rufen, als ſtuͤnde er an der Spitze ſeiner Brigade.

Jaͤlt die Picken fuͤr die Cavallerie! Da kommt Prinz Ruppert ſteht feſt, und Ihr werdet ſie jagen, wie ein Bullenbeißer einen Bauernhund. Nur immer die Lanzen gefällt, meine Lieben, ſtemmt den Schaft gegen eure Fuͤße die erſte Reihe fall' auf's rechte Knie kuͤmmert Euch nichts d'rum, wenn Ihr auch Eure dlauen Hoſen beſchmutzt Ha Zerobabel ja das iſt das Loſungswort.

Um Gotteswillen, wovon und was ſchwatzt er denn? ſagte Everard,und warum geht er mit gezogenem Schwerdte umher?

Seht da, wenn meinen Herrn, den General Har⸗ riſon etwas beunruhigt, ſo bekommt er gewoͤhnlich Gei⸗ ſtesverzuckungen, und glaubt einen Haufen Lanzenknechte in der großen Schlacht von Armageddon zu komman⸗ diren. Und was ſein Schwerdt betrifft: ach wuͤrdi⸗ ger Herr, warum ſollte man Sheffielder⸗Stahl in Kalbsleder halten, wenn es Feinde zu bekaͤmpſen gibt fleiſchliche Teufel auf Erden, und tobende, hoͤlliſche Feinde unter der Erde?

Das iſt unausſtehlich! ſagte Everard. Hoͤre Tomkins, Du ſtehſt jetzt nicht in der Kanzel, und ich habe keine Sehnſttcht nach Deinen Predigtey. Ich weiß, daß Du deutlich ſprechen kannſt, wenn Du willſt Be⸗

denke, daß ich Dir nutzen oder ſchaden kann; und fuͤreh⸗

teſt oder hoffſt Du etwas von mir, ſo antworte mir klar und deutlich, was iſt vorgefallen, das Deinen Herrn zur Nachtzeit in den oͤden Wald hinaustreibt?

Verieiht, mein mertheſter und gerhrieſter Herr, ich will ſo deutlich ſprechen, als ich kaun. Wahr iſt es