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6 129 K und wahrhaftig, daß der Athem der Menſchen, der in
ihrer Naſe iſt, fortgeht und zuruͤrkkehrt.—
„Hoͤren Sie, Herr,“ ſagte Oberſt Everard,„neh⸗
men Sie ſich in Acht, daß Sie es nicht zut weit mit mir
treiben. Sie werden gehoͤrt haben, daß bei der großen Schlacht von Dunbar in Schottland der General ſelbſt dem Lieutenant Hewereed eine Piſtole vorhielt, und ihn
zu erſchießen drohte, wenn er ſeine Predigt nicht been⸗
dige und ſeine Eskadron in die Schlachtlinie ſuͤhre.
Nehmen Sie ſich in Acht, Herr!”“ „Ja, es iſt wahr, darauf ruͤckte der Lieutenant vor, und trieb Tauſende von Plaids und Muͤtzen vor ſich her in die hohe See. Auch werde ich den Beſeh⸗ len Ew. Gnaden weder widerſprechen noch ſie verzoͤgern, ſondern mich beeilen, Ihnen zu gehorchen, und zwar unverzuͤglich.“. „Nur raſch voran, Burſche; Du weißt, was ich will,“ ſagte Everard;„ſprich nur kurz, ich weiß, Du kannſt es. Man kennt den ehrlichen Tomtins beſſer, als er glaubt.“. 4 „Wuͤrdiger Herr,“ ſagte Tomkins in minder weis⸗ ſchweiſigem Style,„ich werde den Befehlen Ew. Gnaden ſo ſehr gehorchen, als mein Geiſt es erlaubt. Vor unge⸗ fähr einer Stunde, als mein gnaͤdiger Herr mit Herrn Lug und meiner Wenigkeit bei Tiſche ſaß(den ehrenwerthen Mr. Bletſon und den Oberſten Desborough nicht zu er⸗ waͤhnen), da entſtand ein hefliges Klopfen an der Thuͤr. Schon fruͤher aber waren die Schildwachen, der Heben und Geſpenſter wegen, nicht dahin zu bringen, ihten Poſten vor der Thuͤre zu halten, und nur durch Brann⸗ tewein und Fleiſch konnten wir drei Mann bewegen, in der Halle ſelbſt die Wache zu beziehen. Doch wagte
es keiner von ihnen die Thuͤre zu öffnen, aus Furcht,
einem Geſpenſt zu begegnen. Sie hoͤrten das Klopfen, welches zunahm, ſo, daß die Thuͤre einzuſtuͤrzen Der wuͤrdige Mr. Lug war ein wenig benebelt, ich, der wie Ew. Gnaden wohl weiß, di Hienſt
daß
W. Scott'’s Werke. Xl.
drohte.


