Teil eines Werkes 
11. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 2. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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123 Dir zu ſagen? ſagte Everard, indem er ſein Pferd anhielt, und in der Mitte des Weges ſtehen blieb.

Nein in deutlichen Worten gerade nicht, denn die gebraucht er, glaub' ich, nie, Du köoͤnnteſt eben ſo gut von einem Betrunkenen erwarten, daß er gerade gus gehe; aber er gab mir ſo etwas zu verſtehen, und meinte, Du käͤnnteſt ihm einen rechten Dienſt thun alle Teufel, der verfluchte Vorſchlag bleibt mir in der Kehle ſtecken unferen edlen und rechtmaͤßigen Koͤnig (er zog den Hut ab) zu verrathen, dem Gott in Geſund⸗ heit und Macht die Gnade ſchenken wolle, recht lange zu regieren, wie der wuͤrdige Geiſtliche ſagt; obgleich ich fuͤrchten muß, daß Seine Majeſtaͤt gerade jetzt krank

und bekuͤmmert iſt, und nicht einen Kreuzer in der

Taſche hat. 3

Das ſtimmt mit dem uͤberein, was mir Alexis zu verſtehen gab, ſagte Everard,aber wie konnte ſie es wiſen? Gabſt Du ihr einen Wink daruͤber?

Ich, erwiederte der Cavalier,ich, der ich Fraͤulein Alexis heute zum erſtenmale ſah, und das nur einen Augenblick Freund Gottes, wie waͤre das moͤglich? 1

Es iſt wahr, erwiederte Everard und ſchien in Gedanken verloren. Endlich ſprach er,ich ſollte von Cromwell, wegen der ſchlechten Meinung, die er von mir hat, Genugthuung fordern; denn obgleich er es gewiß nicht ernſtlich meinte, ſondern nur Dich und viel⸗ leicht auch mich pruͤfen wollte, ſo iſt es doch eine Be⸗ leidigung, die Rache verdient.

O ich will ihm von ganzem Herzen und von gan⸗ zer Seele eine Herausforderung uͤberbringen, ſagte Wildrake,und dann mit dem Sekundanten ſeiner Goͤttlichkeit eben ſo gern kaͤmpfen, als ich nur je ein Glas Sect trank. 3

Pah, erwiederte Everard,hohe Perſonen nehmen keinen Zweikampf an. Aber ſage mir, Roger Wildrake, hieltſt Du mich denn der Falſchheit