Teil eines Werkes 
11. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 2. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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mehr heute Nacht eine Eroberung machen koͤnnen, wel⸗ che Dich in Erſtaunen geſetzt haͤtte.

Wirklich, ſagte der Oberſt, welcher aufmerk⸗ ſam wurde.

Ja ſieh'ſt Du, ſagte Wildrake,es war ein geringer Gegenſtand, welcher Dich zu Fraͤulein Alexis Lee trieb bei Gott, ſie iſt ein koͤſtliches Maͤdchen ich billige Deinen Geſchmack ich ſage, Du wunſch⸗ teſt ſie und den alten kraͤftigen Trojaner, ihren Vater zu bereden, in das Jaͤgerhaus zuruͤckzukehren, und dort, wie es Adelichen ziemt, ruhig und bequem zu leben, ſtatt in einer Huͤtte zu wohnen, die kaum einem Verruͤckten zum Obdach dienen kann.

Du haſt recht, es war freilich ein Hauptbeſtim⸗ mungs⸗Grund meines Beſuchs, antwortete Everard.

Vielleicht wuͤnſchteſt Du Dir auch ſelbſt einen Be⸗ ſuch abzuſtatten, und Dein ſchoͤnes Fraͤulein Alexis zu bewachen, he?

Ich hatte niemals einen ſo ſelbſtfuͤchtigen Gedan⸗ ken, fagte Everard;und endigt und erklärt ſich dieſe nichtliche Beunruhigung, ſo reiſe ich augenblicklich a.44 1

Dein Freund Noll erwartet etwas mehr von Dir, ſagte Wildrake.Er verlangt, im Fall des Rit⸗ ters royaliſtiſcher Ruf einen der armen Verbannten und Wanderer nach dem Jaͤgerhauſe ziehen follte, daß Du Wache ſtehen und ihn wegſchnappen ſollſt. Mit einem Worte, ſo viel ich aus ſeinen weitſchweiſigen Reden nehmen kann, moͤchte er aus Woodſtock eine Mauſe⸗

falle machen, Deinen Onkel und ſeine ſchone Tochter

zu einem Stuͤck geroöſteten Speck(ich bitte Deine Cloe um Verzeihung wegen der Vergleichung) und Dich zur Klappe, welche den Ruͤckzug verhindern ſoll. Seine Herrlichkeit ſelbſt aber werden der große Kater ſeyn, dem man ſie zum Aufſpeiſen uͤbergibt.

Wagte Cromwell dieß in deutlichen Worten zu