Teil eines Werkes 
11. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 2. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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114. Gewiſſensfreiheit gemeinſchaftlich den großen Vater verehren werden, den ſie alle nach ihrer Weiſe mit dieſem theuren Namen benennen.

Ich hoffe es auch, Neſſfe, ſagte der alte Mann mit derſelben unveraͤnderten Stimme,und wir wol⸗ len ietzt nicht ſtreiten, ob die Kirche von England dem Conventicle weichen, oder ob der Conventicle ſich nach der Nirche bequemen ſoll. Wahrſcheinlich beehr⸗ teſt Du meine arme Wohnung, wo wir Dich in Wahrheit nach unſerem letzten Abſchiede nicht ſo bald wieder erwarteten, nicht deshalb, um Glau⸗ bensartikel feſtzuſetzen..

Ich wuͤrde mich gluͤcklich ſchaͤtzen, ſagte Oberſt Everard ſchwankend,wenn ich glauben duͤrfte, daß meine Gegenwart jetzt nicht ſo unwillkommen waͤre, wie damals. 1

Neffe, ſagte Sir Henry,ich will offen mit Dir ſeyn. Als Du zuletzt hier warſt, glaubte ich, Du hatteſt mir eine koͤſtliche Perle geſtohlen, welche Dir zu geben einſt mein Stolz und meine Gluͤckſe⸗ ligkeit geweſen ſeyn wuͤrde; die ich aber, Deinem ſeitheriger. Betragen nach, lieber in den tiefſten Ab⸗ grund der Erde begraben, als Deiner Obhut anver⸗ trauen würde. Das erregte, wie der ehrliche Will ſagt,den raſchen Muth, den meine Mutter mir verlieh. Ich hielt mich fuͤr beraubt und glaubte den Raͤuber vor mir zu ſehen. Ich habe mich getauſcht, ich bin nicht beraubt; und ich kann wohl den Verſuch verzeihen, weil die That nicht erfolgte.

Ich moͤchte nicht gern etwas Beleidigendes in Ihren Worten finden, ſagte Oberſt Everard,wenn der Inhalt im Allgemeinen freundſchaftlich klingt, aber ich kann vor Gott beſchwoͤren, daß meine Ab⸗ ſichten und meine Wuͤnſche fuͤr Sie und Ihre Fami⸗ lie eben ſo entfernt von egoiſtiſchen Endzwecken, wie