29 Herzen, als er ſeine Lage uͤberlegte, und über eine Un⸗ terredung ungeduldig ward, die zu keinem Ende zu führen ſchien—„wenn Noll auch der Deufel ſelbſt waͤre, wie er des Satans Lieblingskind iſt, ſo ſoll er mich doch nicht laͤnger mehr zum Beſten haben. Ich unterbreche ihn, wenn er ſo fortfährt, und will doch einmal ſehen, ob ich ihn zu keiner verſtaͤndlichern Spra⸗ che bringen kann.“
Wenn es dem Wildrake gleich etwas gefaͤhrlich ſchien, ſeinen kühnen Vorſatz auszuführen, ſo erwar⸗ tete er doch ſehnlich die Gelegenheit, es zu verſuchen, ob denn Cromwell wirklich ganz unfaͤhig waͤre, ſeine Meinung auszudrücken. Schon fing dieſer eine dritte Lobrede auf den Oberſten Everard mit einigen Varia⸗ tionen an, als Wildracke die Gelegenheit erſpaͤhte, dem General in die Rede zu fallen, als dieſer eben eine kleine Pauſe machte.
„Verzeihen Sie,“ ſagte er geradezu,„Ew. Excel⸗ lenz haben nun zwey Gegenſtaͤnde ihrer Rede vollkom⸗ men beſprochen, nemlich was von Ihrer eigenen hohen Perſon handelt, und von der meines Herrn, des Ober⸗ ſten Everard; nun aber waͤre es nicht unnoͤthig, auch dem dritten Punkte einige Worte zu goͤnnen.“
„Dem dritten?“ fragte Cromwell.
„Ja!“ ſagte Wildracke,„nemlich die Abtheilung Ihrer Rede, welche ſich auf meine eigene geringe Per⸗ ſon bezog. Was habe ich zu thun, und welchen An⸗ theil ſoll ich denn an der Sache haben?“


