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niemand kraftvoller, verſtaͤndlicher und eindringender redete, als Oliver Cromwell, wenn er es wollte.
Oliver Cromwell ſtammte zwar aus einer guten Familie und hatte alſo auch eine ſtandesgemaͤße Er⸗ ziehung und Bildung genoſſen; doch gelang es dem ſchwaͤrmeriſchen Volksliebling nie, ſich die— unter den hoͤheren Klaſſen uͤblichen— Hoͤflichkeitsformen anzueig⸗ nen, wenigſtens beobachtete er ſie nicht. Sein Betra⸗
gen war ſo derb, daß es zuweilen faſt Bauernmaͤßig
war. Aber in ſeiner Sprache und in ſeinem Benehmen aͤußerte ſich eine Kraft und eine Staͤrke, die ſeinem Charakter voͤllig entſprach, und welche Furcht, wo nicht gar Ehrfurcht einfloͤßten; ja der finſtere ſchlaue Geiſt beherrſchte ſeinen Willen ſo ſehr, daß er, wenn er wollte, zuweilen ſelbſt hinreißend werden konnte. Sein Humor aber, der ſich wohl auch hie und da zu zeigen pflegte, war niedrig, flach, manchmal ſogar et⸗ was handgreiflich. Er war uͤbrigens ein vollkommener Englaͤnder, verachtete die Thorheit, haßte die Ziererei und verabſcheute die Ceremonie, ſo daß ihn alles die⸗ ſes, verbunden mit ſeinem Verſtande und ſeinem Mu⸗ the, in vieler Hinſicht zu keinem unpaſſenden Repraͤſen⸗ tanten der engliſchen Demokratie machte.
Seine Religioſitaͤt wird immer ſehr in Zweifel ge⸗ huͤllt ſeyn, den er ſelbſt wohl ſchwerlich haͤtte loͤßen koͤn⸗ nen. Es gab beſtimmt einmal eine Epoche in ſeinem Leben, in welcher er ein aufrichtiger Schwaͤrmer war, und ſeine Gemuͤthsſtimmung, die ein wenig mit Schwer⸗


