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muth vermiſcht war, von demſelben Fanatismus ergrif⸗
fen wurde, der zu ſeiner Zeit ſo viele Menſchen begei⸗ ſterte. Wiederum gab es Perioden in ſeiner politiſchen Laufbahn, wo wir ihm nicht unrecht zu thun glauben, wenn wir ihn der Heuchelei beſchuldigen. Wir glau⸗ ben ſo ziemlich die rechte Mitte zu treffen, wenn wir annehmen, daß der religioͤſe Glaube zum Theil wirk⸗ lich in ſeinem Gemuͤthe gegruͤndet war, zum Theil aber auch, ſo wie ſein eigenes Intereſſe es verlangte, vorgeſchoben wurde. So ſinnreich aber iſt das menſch⸗ liche Herz, nicht allein Andere, ſondern auch ſich ſelbſt zu taͤuſchen, daß wahrſcheinlich weder Cromwell noch diejenigen, welche, wie er, fuͤr fromm und heilig gel⸗ ten wollten, den Punkt genau haͤtten beſtimmen koͤn⸗ nen, wo Schwaͤrmerei und Heuchelet ſich beruͤhrte, wo dieſe endete und wo jene anfing. Die Reliyioſitaͤt ih⸗ res Gemuͤthes hatte keine feſten Schranken, ſondern ſie ſchwankte mit ihren aͤußeren Umſtaͤnden je nach dem Fallen oder Steigen ihres Glückes oder ihres Unglü⸗ ckes, mit ihrem Muthe oder ihrer Muthloſigkeit.
So war alſo der Charakter des hochberuͤhmten Mannes, der ſich bei den Worten des Corporals um⸗ wandte, Wildraken mit ſeinen Blicken zu durchdringen ſchien, aber an ſeinem Aeußern ſo wenig Wohlgefallen fand, daß er, ohne ſich ſelbſt deſſen recht bewußt zu ſeyn, den Degen ruͤckte, um ihn um ſo leichter faſſen zu koͤnnen. Dann aber ſchien er ſeinen Argwohn zu beſeitigen oder hielt Vorſicht unter ſeiner Wuͤrde; er


