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befand, an welchen ſeine Auftraͤge lauteten; er uͤber⸗ legte bei ſich, wie er ihn anreden ſolle. Die Geſtalt des Oliver Cromwell war, wie allge⸗ mein bekannt, durchaus nicht einnehmend; er war von mittlerer Statur und von grobem ſtarkem Koͤrperbau, ſeine ausdrucksvollen Geſichtszüge verriethen Strenge, Scharfſinn und tiefen Forſchergeiſt, ſeine grauen Au⸗ gen ſtrahlten vom lebhafteſten Feuer; im Verhaͤltniß gegen die uͤbrigen Theile des Geſichts, war ſeine Naſe
etwas zu groß.
Wenn er verſtanden ſeyn wollte, ſo konnte er kraͤf⸗ tig und nachdrücklich ſprechen, doch war ſeine Rede weder lieblich noch anmuthig; dennoch aber konnte ſich
niemand, wo es galt, kraͤftiger und beſtimmter aus⸗ druͤcken, als er. Wollte er aber, wie es ihm oft ge⸗ ſchah, den großen Redner ſpielen, wollte er dem Volke ſchmeicheln, ohne es aufzuklaͤren, dann wußte Crom⸗ well ſeine wirkliche oder angebliche Anſicht in einen ſol⸗ chen Nebel von Worten einzukleiden, da gab es ſo viele Ausnahmen und beſondere Faͤlle, ſo viel Schachtelſaͤtze und Parentheſen, daß der klügſte Mann, den Eng⸗ lands Boden trug, der unverſtaͤndlichſte Redner ſchien, der ſeine Zuhoͤrer in eine unbeſchreibliche Verwirrung ſetzte. Mit Recht, ſagt alſo ein Geſchichtſchreiber, daß eine Sammlung der Reden, welche der Protektor hielt, 1 wenn man einige ausließe, das ſinnloſeſte Buch auf der Welt ſeyn wuͤrde; aber wenn er vollkommen gerecht ge⸗ weſen waͤre, ſo haͤtte er hinzuſuͤgen muͤſſen, daß auch


