Teil eines Werkes 
10. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 1. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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gen, daran zu zweifeln, ob Cromwell gegen ſeinen Va⸗

ter und gegen ihn wirklich ſo günſtig geſtimmt wäre,

wie man es allgemein glaubte. Er kannte ihn für ei⸗

nen großen Politiker, der eine Zeit lang ſeine wahren

Geſinnungen von Menſchen und Dingen verbergen

konnte, bis er im Stande war, ſie ohne Nachtheil an

den Tag zu legen. Auch wußte er überdieß, daß der

General wahrſcheinlich den Widerſtand nicht vergeſſen

4 würde, welchen die preßbyterianiſche Partei geleiſtet

hatte, als Oliver das, was er die große Angelegenheit

nannte nämlich den Prozeß und die Hinrichtung

des Königs beabſichtigte und ausführte. Auch Everard

und ſein Vater hatten an dieſer Oppoſition lebhaft

Theil genommen, und weder die Gründe noch die halb

ausgeſprochenen Drohungen Cromwells konnten ſie ver⸗

mögen davon abzuweichen und noch viel weniger ihre

Namen auf die Liſte der Commiſſion bringen zu laſ⸗

ſen, welche ernannt worden war, um in dieſer merk⸗

würdigen Sache zu Gericht zu ſitzen. Dieſe Weigerung hatte eine augenblickliche Span⸗

4 nung zwiſchen dem General und den Everards, Vater

3 unnd Sohn hervorgebracht. Aber da der Letztere bei/

3 der Armee blieb, und ſowohl in Schottland als kürz⸗

lich erſt bei Worceſter unter Cromwellen diente, ſo er⸗ warb er ſich in ſeinem Dienſte bei vielen Gelegenhei⸗ ten das Lob und den Beifall ſeines Feldherrn. So

war er namentlich nach der Schlacht von Worceſter

unter der Anzahl derjenigen Officiere, denen Oliver,

4 welcher mehr die wirkliche Größe ſeiner Macht, als den

Namen bedachte, unter welchem er ſie aueübte, nach eigenem Willen und Einſicht die Ritter und Banner⸗ herrn⸗Würde verleihen wollte, wovon er nur mit gro⸗ ßer Muͤhe abgehalten wurde. Es ſchien daher, als wäre jede Rückerinnerung an frühere Streitigkeiten ins Meer der Vergeſſenheit verſenkt, und als wenn die Everard ihren früheren, großen Antheil an der Gunſt des Generals wieder erlangt hätten. Zwar ward es

von einigen in Zweifel gezogen, welche es verſuchen

wollten, den ausgezeichneten jungen Officier zu einer

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