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jen, mit allen ihren umgehenden Ausdrücken das ſcharfe Auge des Markham Everard, nicht verhindern konn⸗ ten, zu ſehen, daß ihr eigener Vortheil und Ehrgeitz die Hauptbeweggründe ihrer Complotte waren.
Fuͤnftes Kapitel.
Der Schlaf beſchleicht uns wie ſein Bruder Tod—
Die Zeit iſt unveſtimmt⸗ doch kömmt er ſicherlich.
Ihr möchtet ihn gern baſſen und verachten;
Denn darin ſetzt das Eiend ſeinen Stolz
Wenn es Euch ſagt, es kenne keine Ruhe.
Doch Eltern, die ihr einz'ges Kind verloren,
Der hoffaungsloſe Liebende, der arme Sünder ſelbſt,
Der Morgen ſchon den Gnadenſtreich erwartet,
Selbſt den beſchleicht der Schlat, obgleich er wohl
In ſeinem Herzen denet, daß Unglück ihn verſcheuche;
Und durch die faſt. geſchleifte Feſtung— durch den Körper
Führt er die Garniſon— das Hersz— als Kriegegefanaor fort. erber
Der Oberſt Everard lernte die Wahrheit kennen, welche in den Verſen der ſinnreichen, alten Barden liegt, die wir oben anführen. Bei ihrem Kummer und bei ihrer Angſt für ihr Paterland, das ſo lange eine Beute des Bürgerkrieges war, und ſich der Hoff⸗ nung nicht ſchmeicheln konnte, bald eine feſte, wohl⸗ eingerichtete Regierungsform zu erhalten, hatten Eve⸗ rard und ſein Vater, wie ſehr viele andere, ihre Au⸗ gen auf den General Cromwell geworfen. Seine Tap⸗ ferkeit hatte ihn zum Liebling der Armee gemacht,
ſeine Geiſtesgegenwart und ſeine Gewandtheit hatte
bisher die großen Talente zu Boden geworfen, welche ihn im Parlamente ſowohl als auf dem Schlachtfelde angriffen,— kurz ihn hielt man für den einzigen Mann, der im Stande ſey, die Nation zur Ruhe zu brin⸗ gen, wie man ſich ausdrückte, oder mit anderen Wor⸗ ten, die Form und die Einrichtung des Staatshaus⸗ baltes vorzuſchreiben. Man glaubte, beide Everards ſtänden hoch in der Gunſt des Generals. Doch hatte
Mariham einige Umſtände bemerkt, welche ihn bewo⸗


