1¹³
greifen mochte, größeres Anſehen und Gewicht. Sein Sohn hingegen war ein ausgezeichneter glücklicher
Soldat, der ſich durch die Mannszucht auszeichnete,
die er bei ſeinen Leuten unterhielt, durch die Tapfer⸗ keit, die er in der Schlacht, und durch die Menſch⸗ lichkeit, die er beim Siege zeigte. Solche Manner durften nicht vernachläſſigt werden, zu einer Zeit, wo mancherlei Symptome anzuzeigen ſchienen, daß die Par⸗ theien im Staat, welche die Entthronung und den Tod des Königs bewirkt hatten, nun über die Theilung der Beute in Streit gerathen würden. Deßwegen ſchmei⸗ chelte auch Cromwell den beiden Everards auf jede Weiſe, und man hielt ihren Einfluß bei ihm für ſo groß, daß der ehrenwerthe Secretär Tomkins ſich kei⸗ ner Gefahr auszuſetzen glaubte, wenn er dem Oberſten Everard ein Nachtlager im Jägerhaus gewährte. Joco⸗ lin war thätig— er brachte eine größere Anzahl Lichter herbei, warf Holz ins Feuer und führte die neu angekom⸗ menen Fremden in das Zimmer des Victor Lee, wie man
es nach dem Gemälde über dem Kamin nannte, und
welches wir bereits beſchrieben haben. Es dauerte ei⸗ nige Minuten, ehe Oberſt Everard die Stoa ſeines Betragens wieder erlangen konnte.„Einen ſo tiefen Eindruck machte es auf ihn, daß er ſich wieder in dem Zimmer befand, in welchem er die glücklichſten Stunden ſeines Lebens zugebracht hatte. Da war das Kabinet, das er mit ſo ſeeligen Empfindungen hatte
öͤffnen ſehen, wenn es dem Sir Henry Lee gefiel, ihm im
Fiſchen Unterricht zu geben, und ihm Angeln und Angel⸗ ruthen zeigte, ſammt allen Erforderniſſen, künſtliche Wür⸗ mer zu verfertigen, was damals noch wenig bekannt war. Da hing das alte Familiengemälde, das, weil ſein Oheim ſich einigemal geheimnißvoll darüber ausgeſprochen hatte, ein Gegenſtand ſeiner Neugierde und ſeiner Furcht für ſeine Kindheit und ſelbſt für ſein früheſtes Junglings⸗ alter geweſen war⸗ Er erinnerte ſich, daß wenn er als Kind allein in dem Zimmer war, das kühne Aug⸗
W. Seott's Werke. X. 8


