Teil eines Werkes 
10. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 1. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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noch weiter, und ließen kleine Wieſen oder Savannen ſe⸗ hen, auf welchen die Strahlen des Mondes in naͤchtlicher Stille ruhten. Als er des einſamen Weges einherwan⸗ derte, hätte die entzückend ſchöne Beleuchtung der Ei⸗ hen, deren dunkele Blätter, kühne Aeſte und kräftige

tämme von den Strahlen des Mondes verſilbert wurden, ſeine Aufmerkſamkeit ganz oder Theilweiſe in Anſpruch genommen, wenn er Dichter oder Mahler geweſen wäre.

Aber wenn Everard an irgend Etwas dachte, au⸗

ßer an die ſchmerzliche Scene, in welcher er eben eine Rolle geſpielt hatte, und die mit der Zerſtörung aller ſeiner Hoffnungen endigte, ſo war es an die nöthigen Worſichtsmaaßregeln, welche ſein nächtlicher Spazier⸗ gang erforderte. Die Zeiten waren unruhig und ge⸗ fährlich; die Wege voll irregulärer Soldaten und meiſtens Royaliſten⸗ welche ihre politiſchen Mei⸗ nungen zu einem Vorwande gebrauchten, das flache Land mit Schleichhandel und Räubereien zu beunruhi⸗ gen. Auch Wilddiebe, die zu jeder Zeit gefährliche Räuber ſind, hatten ſich in der letzteren Zeit in dem Forſte zu Woodſtock ſehen laſſen. Kurz die Gefahren des Ortes und der Zeit, bewogen den Markham Ever⸗ ard außer ſeinen geladenen Piſtolen im Guͤrtel, auch noch ſein gezogenes Schwerd unter dem Arme zu tragen, damit er auf jede Gefahr vorbereitet wäre, welche ihm aufſtoßen wuͤrde.

Er hörte die Nachtglocke*) der Kirche von Wood⸗ ſtock läuten, als er eben über eine von jenen kleinen Wieſen ſchritt, welche wir bereits beſchrieben haben, und ſie verſtummte, als er am anderen Ende einen dunkeln ſchattigen Weg ketrat, der nur hie und da das Mond⸗ licht durchſchiumern ließ. Da hörte er jemanden pſei⸗

*, Zu den Zeiten Wilbelm des Eroberers und ſeiner Nachfol⸗

ger pflegte man Abends um 8 Uhr zu lauten, und(wie jetzt unſere Rachtwächter einen Jeden daran zu erinnern Feuer und Licht zu bewahren. Dian naunte daher dieſes Läuten curfew, aus dem Franzoſtſchen couvrir Ge, feu.

Anm. des Ueberſerzers⸗

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