Teil eines Werkes 
10. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 1. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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man ſich nicht verlaſen. Auch war den Geruͤchten, welche durch die Hoffnungen und Beſorgniſſe ſo vie⸗ ler Partheyen uͤbertrieben wurden, durchaus nicht zu trauen. Das aber, was das Staͤdtlein Woodſtock be⸗ traf, wurde allgemein und gleichfoͤrmig erzaͤhlt. Man hatte ſchon ſeit laͤngerer Zeit erfahren, daß das Par⸗ lament den ungluͤckſeligen Beſchluß gefaßt habe, den Park von Woodſtock zu verkaufen, das Forſthaus zu zerſtoͤren, die Mauren niederzureißen und ſoviel wie moͤglich alle Spuren ſeines alten Rufs zu vertilgen. Viele Buͤrger mußten darunter leiden; denn mehrere genoßen entweder aus Nachſicht oder aus einem Pri⸗ vilegium das Recht der Viehwaide, des Holzfaͤllens u. dergl. mehr in dem königlichen Jagdreviere, aber alle Einwohner 5 einen Fleckens dachten mit Schmerz daran, daß die Zierde des Ortes zerſtoͤrt, und das 1 i

Staͤdtlein ſeinen alten wohlgegruͤndeten Ruhm verlieren ſollte. Dieſes iſt ein patriotiſches Gefuͤhl, das man oft an ſolchen Orten findet, die ſich durch alten Ruhm und lauggehegte theure Erinnerungen fruͤherer Zei⸗ ten von den neueren Staͤdten unterſcheiden. Die Einwohner Woodſtocks hatten bisher vor dem erwar⸗ teten Ungluͤck gezittert. Aber als es ihnen jetzt durch den Mund eines militaͤriſchen Predigers, jener fin⸗ ſteren ſtrengen und zugleich alles vermoͤgenden Solda⸗ ten angekuͤndigt ward— jetzt betrachteten ſie ihr Schick⸗ fal als unvermeidlich. Sie vergaſſen fuͤr einen Augen⸗ blick ihre haͤuslichen Zwiſtigkeiten, als ſich die Ver⸗