Teil eines Werkes 
12. Band, Quentin Durward : 3. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

272 4 Wohlthaͤterinn aus einer Lage zu befreien, deren Gefah⸗ ren er ſich in ihrem ganzen Umfange vorſtellen konnte.

Ich warte auf Niemand, ſagte Wilhelm von der Mark, ſeine Keule ſchwingend und ſich zuruͤckziehend, da er vermuthlich ſehr froh war, eines ſo furchtbaren Ges⸗ ners entledigt zu ſeyn.

Mit Eurer Erlaubniß, ſagte der Benarbte; he ſollt doch wohl warten, denn ich laſſe meinen Neſſen in ſeiner Hofſnung nicht getaͤuſcht werden. Mit dieſen Worten griff er augenblicklich den Withelm von der Mark mit ſeinem zweihaͤndigen Schwerdte an.

Quentin fand indeſſen, daß Gertrudens Befreiung ein ſchwierigeres Unternehmen war, als daß es in einem Au⸗ genblicke haͤtte ausgefuͤhrt werden koͤnnen. Ihr Raͤuber, von ſeinen Kameraden unterſtuͤtzt, wollte ſeinen Raub nicht fahren laſſen, und indeß Durward durch Huͤlfe von ein Paar ſeiner Landsleute jenen dazu zu zwingen ver⸗ ſuchte, erſah ſich der erſte den Vortheil, den ihm das Gluͤck zur Rettung darbot, und entſchluͤpfte aus dem Bereich Quentins, ſo daß, als er endlich mit der befreiten Ger⸗ trud allein auf der Straße ſtand, kein Menſch weiter in ſeiner Naͤhe ſich zeigte, Der huͤlfloſen Lage ſeiner Ge⸗ faͤhrtinn gaͤnzlich vergeſſend, war er eben im Begrifſe, fortzuſpringen und den Eber der Ardennen zu verfolgen, ohngefaͤhr wie ein Jagdhund der Spur des Wildes nach⸗ eilt, da hing ſich jene in Verzweiflung an ſeinen Arm und rief:Bei der Ehre Eurer Mutter beſchwoͤre ich Euch, laßt mich hier nicht allein! So wahr Ihr ein Edelmann ſehd, leitet mich ſicher nach dem Hauſe meines Vaters⸗