269
zu verdienen, wenn ihm nicht Quentin, ſein Onkel, der Benarbte, und einige der Kameraden deſſelben ſo ſiark zugeſetzt haͤtten. Bei jeder Pauſe, welche die Lanzenknechte machten, fand ein wuͤthendes Gefecht Statt zwiſchen ih⸗ nen und den Bogenſchuͤtzen, und in jedem meélée ſuchte Quentin immer den Wilhelm von der Mark auf; allein der letztere, der jetzt nur an den Ruͤckzug dachte, ſchien der Abſicht von jenem, ihn zum Zweikampfe zu bringen, zu entſchlüpfen. Die Verwirrung war allgemein in jeder Richtung; das Geſchrei und Geheul der Weiber, das Ge⸗ jammer der erſchrockenen Einwohner, die ſich nun allen Schreckniſſen kriegeriſcher Zuͤgelloſigkeit Preis gegeben ſa⸗ yen, toͤnte furchtbar durch das Getoͤſe der Schlacht,— gleich der Stimme des Elends und der Verzweiflung, im Kampfe mit der der Wuth und Gewaltthaͤtigkeit, welche eigentlich am weiteſten und lauteſten gehoͤrt werden ſollte,
Gerade in dem Augenblicke, wo Wilhelm von der Mark beim Ruͤckzuge durch dieſe hoͤlliſche Scene in die Thuͤre einer kleinen Kapelle von beſonderer Heiligkeit trat, lehrte ihn der Ruf: Frankreich! 8 Frankreich! Burgund! Bur⸗ gund! daß ein Theil der, Velagerer am außerſten Ende der Straße, die eine der engſten wax, eindrang, und daß ihm ſo der Ruͤckzug gbgeſchnitten ward.„Conrad!“ ſagte er,„mimm alle Mannſchaft mit Dir und greif jene Bur⸗ ſche geradezu an, durchbrich ſie, wenn Du kannſt⸗ und rette Dich;— mit mir iſt es vorbei. Ich bin M Nanns genug, jetzt, da ich aufs Aeußerſte mich gebracht ſehe, ei⸗ nige dieſer ſhat ſchan Pandſirzicher, vor mir zur Hoͤlle zu ſenden.n 1 t 3 1
———————n—


