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Abends erreichten ſie die Stadt Charleroi an der Sam⸗ bre, wo Graf Crevecoeur beſchloſſen hatte, die Graͤfinn Iſabelle zu laſſen, die durch den Schrecken und die Be⸗ ſchwerlichkeiten des geſtrigen, ſo wie durch die funfzig Mei⸗ len ¼) weite Flucht des heutigen Tages, verbunden mit den mancherlei aͤngſtlichen Gefuͤhlen, die ſie begleiten, un⸗ faͤhig geworden war, ohne Nachtheil fuͤr ihre Geſundheit weiter zu reiſen. Der Graf uͤbergab ſie in einem Zuſtan⸗ de großer Erſchöpfung der Fuͤrſorge der Aebtiſſinn des Ciſterzienſer⸗Kloſters in Charleroi, einer adligen Dame, die an die beiden Familien Crevecoeur und Croye ver⸗ wandt war, und auf deren Klugheit und Freundſchaft er ſich ganz verlaſſen konnte. 1
Crevecoeur hielt hier nicht laͤnger an, als noͤthig war, dem Befehlshaber der kleinen burgundiſchen Beſatzung des Orts die groͤßte Vorſicht zu empfehlen. Zugleich erſuchte er ihn, vor dem Kloſter, ſo lange die Graͤfinn Iſabelle von Croye ſich dort aufhalten werde, eine Ehrenwache aufzuſtellen, dem Anſchein nach, um auf ihre Sicherheit zu wachen, in Wahrheit aber vielleicht, um zu verhindern, daß ſie keinen Verſuch zur Flucht machen moͤge. Der Graf warnte die Beſatzung, auf ihrer Hut zu ſeyn, und fuͤhrte als Urſache ein Geruͤcht an, welches ihm zu Ohren gekommen ſey, daß im Bisthum Luͤttich Unruhen ausge⸗ brochen waͤren. Aber er war entſchloſſen, der erſte Ueber⸗ bringer der ſchrecklichen Nachricht von jenem Aufſtande und von der Ermordung des Biſchofs an den Herzog Carl zu ſeyn. Als er daher ſich ſelbſt und ſeinem Gefolge fri⸗ ſche Pferde verſchafſt hatte, ſaß er auf, in der Abſicht,


