Teil eines Werkes 
12. Band, Quentin Durward : 3. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

21

Dir, als einem jungen Manne, der ſo lange Romane geleſen hat, bis er ſich fuͤr einen Paladin haͤlt, wohl verſtatten, ſich eine Zeitlang ſchoͤnen Traͤumen zu uͤber⸗ laſſen, aber Du mußt nicht auf einen wohlmeinenden Freund zuͤrnen, wenn er Dich etwas unfanft an der Schulter ruͤttelt, um Dich zu erwecken.

Herr Graf, begaun Quentin,meine Fa⸗ milie 3

Nun, ich ſprach nicht blos vom Herkommen, un⸗ kerbrach ihn der Graf;ſondern vom Range, Vermöogen, hohem Stande und anderen Dingen, welche die ver⸗ ſchiedenen Menſchenklaſſen von einander ſondern, was die Geburt betriſſt, ſo ſtammen wir alle von Adam und Eva ab.

Herr Graf, begann Quentin aufs neue,meine Ahnherrn, die Durwards von Glen⸗Houlakin

Nein fiel Crevecoeur ein,wenn Ihr eine noch aͤltere Abkunft geltend macht, als die von Adam her, dann habe ich nichts weiter zu ſagen. Auf Wiederſehn!

Der Graf lenkte ſein Pferd zuruͤck und erwartete die Graͤfinn, welcher ſeine Andeutungen und Rathſchlaͤge, ſo wohlgemeint ſie auch ſeyn mochten, wo möoͤglich noch un⸗ angenehmer waren, als unſerem Quentin, der im Fort⸗ reiten halb laut bei ſich ſelbſt ſagte:Du kaltherziger, eingebildeter, uͤbermuͤthiger Thor! ich wollte, daß der naͤchſte ſchottiſche Bogenſchutze, der ſeinen Doppelhaken auf Dich anlegt, Dich nicht ſo leicht davon kommen ließe, als ich es that.