vecoeurs hellſehenden Auge Gefuͤhle zu verbergen, die der Graf als belachenswerth zu betrachten ſchien, erwiederte Quentin unwillig:„Herr Graf, wenn ich Euren Rath bedarf, ſo will ich ihn von Euch verlangen;— bedarf ich Eures Beiſtandes, ſo wird's immer noch Zeit genng fuͤr Euch ſeyn, ihn mir zu verweigern; und wenn ich einen beſonderen Werth auf Eure Meinung uͤber mich lege, ſo wird's nicht zu ſpaͤt ſeyn, es Euch zu erklaͤren.“
„Ei, ei, da bin ich zwiſchen Amadis und Orianen ge⸗ rathen, und muß ohne Zweifel einer Ausforderung entge⸗ gen ſehen,“ verſetzte der Graf. 1
„Ihr ſprecht, als ob das eine Unmdoͤglichkeit waͤre,“ ſprach Quentin;„als jch mit dem Herzog von Orleans eine Lanze brach, hatte ich einen Gegner, in deſſen Adern edleres Blut fließt, als in denen der Crepecoeurs; und als ich meine Klinge mit Dunois Schwerdt maß, hatte ich mit einem beruͤhmteren Krieger zu thun, als Ihr ſeyd.“
„Nun, der Himmel bewahre Dir Deine Vernunft,
junger Mann,“ verſetzte Crevecoeur;„wenn Du die Wahr⸗ heit ſprichſt, ſo⸗ haß Du ein ſeltnes Glück in dieſer Welt gehabt; und wahrlich, wenn es des Himmels Wille iſt, Dich ſolchen Pruͤfungen auszuſetzen, bevor Du Haare auf den Zaͤhnen haſt, ſo wirſt Du vor Eitelkeit den Verſtand verlieren, bevor Du Dich einen Mann nennen kaunſt. Du kannſt nicht meinen Zorn, ſondern nur meine Lachluſt rege machen, Glaube mir, wenn Du auch, durch Fortunens Launen beguͤnſtigt, mit Prinzen gefochten und bei Graͤfin⸗ nen den Verfechter geſpielt haſt, ſo biſt Du darum noch keinesweges der Standesgenoſſe Derer, die Du durch Zu⸗ fall bekämpfteſt, oder noch zufaͤlliger begleiteteſt. Ich kann


