Quentins Buſen fuͤllten,— dieß Alles floͤßte ihm eine ge⸗ wiſſe Scheu ein. Nicht, als ob er des Grafen Waſſen⸗ ruhm gefuͤrchtet haͤtte;— denn dieſer wuͤrde im Gegen⸗ theil ſein Verlangen nach einem Zweikampf mit ihm nur geſteigert haben, ſondern er fuͤrchtete nur, in ſeinen Au⸗ gen laͤcherlich zu werden;— eine Waſſe, die von Schwaͤr⸗ mern jeder Art am meiſten gefuͤrchtet wird, und uͤber ſolche Gemuͤther einen ſolchen Einfluß ausuͤbt, der ſie zwar oft von Abgeſchmacktheiten zuruͤckhaͤlt, nicht ſelten aber auch edelmuͤthige Gefuͤhle erſtickt.
Unter dem Einfluſſe dieſer Furcht, mehr ein Gegen⸗ ſtand des Spottes, als des Unwillens zu werden, be⸗ ſchraͤnkte Durward, wiewohl nicht ohne Schwierigkeit, ſei⸗ ne Antwort auf einen unzuſammenhaͤngenden Bericht uͤber Hamelinens Flucht von Schöuwald, vor dem Angriff des Schloſſes. In der That haͤtte er ſeine Erzaͤhlung nicht vollkommen deutlich machen koͤnnen, ohne eine ſo nahe Verwandtinn Iſabellens laͤcherlich zu machen, und viel⸗ leicht, als Gegenſtand ihrer ungereimten Hofſnungen, ſelbſt etwas laͤcherlich zu werden. Er fuͤgte uͤbrigens ſeiner ver⸗ wirrten Erzählung die Nachricht hinzu: er habe berichts⸗ weiſe vernommen, daß Hameline in die Haͤnde Wilhelms von der Mark gefallen ſey.
„Ich hege das Vertrauen auf den heiligen Lambertus, daß Wilhelm ſie heirathen werde, was in der That, bei ihren gefuͤllten Geldſaͤcken, nicht unwahrſcheinlich iſt; ſo⸗ bald er dieſe gepackt, oder ſpaͤteſtens, wenn er ſie geleert hat, wird er ſie ohne Zweifel vor den Kopf ſchlagen.“
Jetzt begann der Graf, ihm ſo viele Fragen uͤber das Beuehmen der beiden Damen auf der Reiſe, uͤber den


