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von Bourbon genommen habe, ſey es im Walde oder im Felde, in der Stadt oder auf dem Lande, auf Bergen oder einer Ebne, an dem Hofe eines Koͤnigs oder im Gottes⸗ hauſe! Und ſetze meine beweglichen und unbeweglichen Guͤter, Freunde und Vaſallen, Leben und Ehre dafuͤr zum Unterpfande, ſo helfe mir Gott, der heilige Lambert von Luͤttich und die heiligen drei Koͤnige von Cöln!“
Als Graf Crevecoeur dieſes Geluͤbde gethan hatte, ſchien ſein Gemuͤth einigermaßen erleichtert von dem uͤber⸗ waͤltigenden Kummer und Entſetzen, welcher ihn bei der Nachricht von jenen verhaͤngnißvollen in Schoͤnwald vor⸗ gefallenen Trauerſcenen ergriſſen hatte, und er fuhr fort, den Schotten nach den naͤhern Umſtaͤnden jener Frevelthat zu fragen, welche dieſer, keinesweges geneigt, die Rach⸗ ſucht des Grafen gegen Wilhelm von der Mark zu min⸗ dern, ihm mit der groͤßten Umſtaͤndlichkeit erzaͤhlte.
„Aber dieſe verblendeten, raſtloſen, wankelmuͤthigen und treuloſen Luͤtticher,“ rief der Graf,„wie konnten ſie ſich mit dieſen unbarmherzigen Raubmoͤrder verbinden, um ihren geſetzmaͤßigen Fuͤrſten zu morden?“
Hier benachrichtigte Durward den wuͤthenden Burgun⸗ dier, daß die Luͤtticher, oder wenigſtens die beſſere Klaſſe der Buͤrger, ſo uͤbereilt ſie ſich auch in einen Aufſtand ge⸗ gen den Biſchof eingelaſſen haͤtten, doch, ſo viel er habe wahrnehmen köoͤunen, keinesweges Willens geweſen waͤren, Wilhelm von der Mark in der Vollſtreckung ſeiner Schand⸗ that beizuſtehen, ſondern ſie vielmehr verhindert haben wuͤrden, wenn ſie die Mittel dazu in Haͤnden gehabt haͤt⸗ ten, und beim Anblick derſelben vor Abſcheu zuruͤckgebebt waͤren.


