ſpraͤch in einem Tone anzuknuͤpfen, der ſeine Anſpruͤche auf gute Behandlung und auf groͤßere Achtung geltend machte, als der Graf ihm zu beweiſen geneigt ſchien; vielleicht weil er ſich beleidigt fand, daß ein Mann von ſo niederem Range in ſo hohem Grade des Vertrauens Sr. Hochgebornen reichen Couſine genoß.
„Herr Graf Crevecoeur,“ hob er in gemaͤßigtem, aber feſtem Tane an;„darf ich, bevor wir weiter gehen, Euch fragen, ob ich in Freiheit, oder Euer Gefangner bin?“
„Eine verfaͤngliche Frage,“ verſetzte der Graf,„die ich fuͤr jetzt nur durch eine andere Frage beantworten kann.—
„Haltet Ihr dafuͤr, daß Frankreich und Burgund mit einander im Frieden oder Kriege ſind?“
„Das werdet Ihr ohne Zweifel beſſer wiſſen, als ich Herr Graf,“ antwortete der Schotte;„ich bin ſeit einiger Zeit vom franzoͤſiſchen Hofe abweſend, und habe keine Nachrichten von dorther.“
„Nun ſeht Ihr's,“ verſetzte Crevecoeur,„wie leicht es iſt, Fragen vorzulegen, und wie ſchwer, ſie zu beantwor⸗ ten. Ich ſelbſt, der ich dieſe Woche und noch laͤnger bei dem Herzoge zugebracht habe, bin eben ſo wenig im Stande, dieß Raͤthſel zu loͤſen, als Ihr, und doch Herr Knappe haͤngt es lediglich von der Beantwortung dieſer Frage ab, ob Ihr ein Gefangener oder ein freier Mann ſeyd, und fuͤr jetzt muß ich Euch in der erſteren Eigenſchaft betrach⸗ ten. Nur wenn Ihr wirklich und auf ehrenvolle Weiſe im Dienſt meiner Verwandtin geweſen, und in Beant⸗ wortung meiner Fragen aufrichtig ſeyd, wird es um ſo beſſer fuͤr Euch ſeyn.“
„Die Graͤfinn von Eroye,“ ſprach Quentin,„wird am
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