Manne ſolche Verbindlichkeiten ſchuldig zu ſeyn. Aber ſey dem wie ihm wolle, der junge Mann kann in unſerem Gefolge mitreiten, wenn es ſein Stand erlaubt, und ich will dafuͤr ſorgen, daß ihm nichts Uebles wiederfaͤhrt, von nun an will ich die Pflicht uͤbernehmen, der Schuͤtzer Eu⸗ res Lebens und Eurer Ehre zu ſeyn. Vieleicht finde ich fuͤr ihn ein geeigneteres Geſchaͤft, als das, der Leibpage irrender Fraͤulein zu ſeyn.“
„Herr Graf,“ ſprach Durward, unfaͤhig, laͤnger zu ſchweigen,„damit Ihr nicht etwa von einem Fremden in herabſetzenderen Ausdruͤcken ſprecht, als Ihr in der Folge fuͤr ſchicklich halten moͤchtet, ſo erlaubt mir, Euch zu ſa⸗ gen, daß ich Quentin Durward heiße, und Bogenſchuͤtz in des Koͤnigs von Frankreich ſchottiſcher Leibwache bin, in welcher bekanntlich Niemand aufgenommen wird, der nicht Edelmann und Mann von Ehre iſt.“
„Ich danke Euch fuͤr dieſe Nachricht, und kuͤſſe Euch die Haͤnde, Herr Bogenſchuͤtz,“ erwiederte Erevecoeur in dem naͤmlichen neckenden Tone.„Habt die Guͤte, mir zur Seite an der Spitze unſers Detaſchements zu reiten.“
Quentin that was der Graf gebot, der nun die Macht, wenn auch nicht das Recht hatte, ihm ſeine Bewegungen vorzuſchreiben. Er gewahrte, daß Iſabelle ihn mit einem Blicke ſorglicher, ſchuͤchterner Theilnahme folgte, die faſt Zaͤrtlichkeit ausſprach, und ihm eine Thraͤne ins Auge lockte. Aber er beſann ſich, daß er ſich als Mann vor Crevecoeur betragen muͤſſe, der vielleicht unter allen Rit⸗ tern Frankreichs und Burgunds, am meiſten geeignet war, uͤber Liebesſchmerzen nur zu lachen. Er beſchloß daher, nicht abzuwarten, daß jener ihn aurede, ſondern das Ge⸗


