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„Mit Eurem Wohlnehmen, lieber Oheim,“ fiel Graf Stephan ein,„wenn Ihr zweifelt, daß ich im Stande ſey, Eure Krieger zu befehligen, ſo bleibt bei Ihnen, und ich uͤbernehme es, der Diener und Beſchuͤtzer der Graͤfinn Iſabelle von Croye zu ſeyn.“
„Ohne Zweifel, lieber Neſſe,“ erwiederte der Oheim;
„waͤr' dieß eine weſentliche Verbeſſerung meines Plans, doch mich duͤnkt, er gefaͤllt mir eben ſo wohl, wie ich ihn entwarf. Merkt Euch alſo, daß es hier nicht Euer Ge⸗ ſchaͤft iſt, jene ſchwarzen Saͤue zu hetzen, wozu Ihr ſo eben einen ganz beſonderen Beruf zeiget, ſondern mir genaue Nachrichten zu verſchaſſen, was im Luͤtticher Lande vorgeht, woruͤber ſo ausſchweifende Geruͤchte umherlaufen. Zehn Lanzen ſollen mir folgen, und die Uebrigen unter Eurem Commando beim Faͤhnlein bleiben.“ „Noch einen Augenblick, Vetter Crevecoeur,“ fiel Graͤ⸗ finn Iſabelle ein,„indem ich mich Euch als Gefangene ergebe, laßt mich wenigſtens die Sicherheit Derer ausbe⸗ dingen, die mir in meinem Mißgeſchick, als Freunde bei⸗ geſtanden haben. Verſtattet dieſem guten Menſchen, mei⸗ nem treuen Wegweiſer, ungehindert in ſeine Vaterſtadt Luͤttich, zuruͤck zu kehren.“
Crevecveur warf einen durchdringenden Blick auf Glo⸗ vers ehrkiches, rundes Geſicht;„es ſcheint ein wackerer, friedliebender Burſche zu ſeyn, er ſoll meinen Neſſen, ſo weit dieſer auf das Luͤtticher Gebiet vordringen wird, be⸗ gleiten, und dann die Freiheit haben, ſich hinzubegeben wohin er will.“
„Unterlaßt nicht, mich der guten Gertrude ins Gedaͤcht⸗ niß zuruͤck zu rufen,“ ſprach die Graͤfinn zu ihrem Weg⸗


