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len Lage entriſſen zu werden, und mit ihr wuchs die Kraft, ſie bis auf den äußerſten Grad zu ertragen. Die Nebel waren jetzt in dem Grade lichter geworden, daß die dunklen Umriſſe der Ufer am Horizont ſichtbar wurden; doch dauerte der Regen, wenngleich nicht in ſo heftigen Strömen, fort. Es wurde Mittag; ein leichter Luftzug erhob ſich und ver⸗ wehte die Nebelgewölke ſo, daß William einen großen Theil der Landſchaft erblicken konnte. Dies war der erſte Strahl der Freude, der ihm ſeit ſeinem Erwachen in der verwichenen Nacht lächelte. Aber es knüpfte ſich auch ſo⸗ gleich ein neuer Schrecken daran. Denn die ganze Gegend glich einem ungeheuern See; alle Felsblöcke, die geſtern aus dem Strom hervorragten, waren überſchwemmt; der Vereinigungspunkt des Rio Capanaparo mit dem Orinoko war verſchwunden; die graue Flut bedeckte die Landſpitze zwiſchen beiden ſo weit, bis ſie ſich im Nebel verlor. Die Stelle, wo Perez das Schiff vor Anker gelegt hatte, war, ſo wie das Fahrzeug ſelbſt, nicht mehr zu entdecken. Der brauſende Strom, der angeſchwollen aus den Gebirgen, wo die Regenzeit ſchon begonnen haben mußte, herabgekommen war, hatte das leichte Boot hinwegreißen müſſen. Wie ſollten die wenigen Männer jetzt gegen dieſe Flut anzu⸗ kämpfen vermögen, um den verlaſſenen Freund zu retten, zumal da ſie ſchon eine ſtarke Strecke unterhalb des Bau⸗ mes, auf dem William ſaß, geankert hatten, weil der Strom ſie bereits geſtern bei der Rückfahrt um ſo viel ſtromabwärts trieb! Die Hoffnung auf Rettung war alſo dahin; nur ein Wunder konnte ſie erfüllen. Aber weshalb ſollte ein ſolches Wunder ſich nicht erfüllen, da ihm ſo eben ein Ereigniß begegnete, das ganz den Charakter des Wunders an ſich trug? Er ſaß nämlich noch immer mit zitterndem Grauen zwiſchen den beiden Iguanas, obgleich 13 R


