Teil eines Werkes 
18. Band = Neue Folge, 6. Band, Erzählungen : 4. Theil (1847)
Entstehung
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dann kam es mit raſch trippelnden Schritten näher und ſtand dann wieder ſtill. Als das glatte, ſchlüpfrige, von eigenem Schleim und dem Regen glänzende, halb grün, halb blau ſchimmernde Thier ſich auf dieſe Weiſe näherte und vor der Gegenwart eines Menſchen gar nicht zu er⸗ ſchrecken ſchien, hätte William vor innerem Schauder und Grauſen faſt die Beſinnung verloren und wäre von ſei⸗ nem Sitz hinabgeſtürzt. Nur ein Gefühl der Scham, daß er, der hier durch wirkliche Gefahren auf die Probe geſtellt wurde, nicht vor eingebildeten zittern dürfe, hielt ihn aufrecht; denn daß die Iguanas unſchädliche Thiere ſeien, wußte er. So ſaß er denn dieſem durch ſeine Einbildung ſtärkeren Feinde als der Jaguar, der ihn in der Nacht bedroht hatte, regungslos gegenüber und wagte es nicht, weiter auf dem Zweige vorzurücken, aus Beſorg⸗ niß, daß das Thier doch nicht flüchten, ſondern gereizt und keck ihn vielleicht anſpringen, mit dem kalten ſchlammigen Körper über ihn hinwegſchlüpfen werde. Er fühlte, daß ſeine Nerven dieſem Schauder nicht gewachſen waren; die Beſinnung würde ihn verlaſſen haben und er hinabgeſtürzt ſein. Er kam daher auf den Gedanken, noch weiter nach der Spitze des Zweiges hinzurücken, ihn herabzudrücken und ſo einen untern Zweig zu erreichen, auf dem er ſeine Flucht bewerkſtelligen könnte. Allein wer malt ſein Ent⸗ ſetzen, als er, da er ſich vorſichtig umdrehen wollte, dicht hinter ſeinem Rücken einen zweiten Iguana, noch größer und widerwärtiger als den erſten, entdeckte, der ihn mit ſeinen grellen, metallenen Augen verwundert anſah und mit dem ſchillernden, grüngelben Schweif ſchlängelnde Ninge ſchlug. Erſtarrt vor Grauen, im Fieberfroſt, ſaß William

da und war wie gebannt durch die beiden Feinde, die ihn

von vorn und im Rücken belagerten. Durch Mattigkeit,