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des Schreckens, als er dieſe neue Gefahr erkannte; auch das unſichtbare Thier in ſeiner Nachbarſchaft mußte den Feind zu fürchten haben. Denn an dem plötzlichen Ver⸗ ſchwinden der beiden hellen Augenſterne, die wie erlöſchende Funken in der Dunkelheit verflogen, konnte man wahrneh⸗ men, daß es eiligſt in einen ſicheren Verſteck entſchlüpft war. Indeſſen that der Tiger unten einige gewaltſame Sprünge, durch die er endlich einen der überhängenden Zweige erreicht haben mußte, denn ſie beugten ſich knickend und rauſchend unter ſeiner Laſt und man hörte, wie er ſich in das Laub hinaufſchwang und ſich hierauf von Aſt zu Aſt weiter kämpfte. Sehen konnte William das Unthier, welches ihm Verderben drohte, nicht, doch hatte er es zu deutlich an dem Gebrüll als einen Jaguar erkannt, um auch nur einen Augenblick daran zweifeln zu können. So ſah er denn ſeinen gräßlichen Tod in tiefer Einſamkeit der Wüſte, fern von ſeinen Freunden, die vielleicht nie wieder eine Spur von ihm auffanden, unerreichbar weit von den geſitteten, gewohnten Zonen der Erde vor Augen. Dieſer Gedanke hatte etwas tödlich Lähmendes für die Kraft ſeines Geiſtes; das Leben hatte zwar wenig Neize für ihn, allein er fühlte doch, daß es zu Thaten beſtimmt ſei und daß der letzte Werth deſſelben in unwürdiger Spurloſigkeit verſchwinde, wenn er es ſo unter der zermalmenden Hand des roheſten Zufalls aushauchen ſollte. Doch es ſchien unwiderruflich beſchloſſen; denn immer näher kämpfte ſich das Ungethüm durch rauſchendes Laub und knickende und brechende Zweige heran; da plötzlich krachte ein ſtärkerer Aſt, die Blätter rauſchten laut auf, man hörte einen Körper dumpf fal⸗ len und plötzlich war Alles todtenſtill. William lauſchte vorgebeugt in banger Beklemmung; die Stille, welche nur durch den rauſchenden Regen unterbrochen wurde, erhöhte . 13*


