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oben herab durch den Baum ſtürze, und ehe eine Minute verging, drangen die Ströme des Gewitterregens mit voll⸗ ſter Heftigkeit durch das dichte Laubdach über ihm und rie⸗ ſelten auf ihn herab. Faſt ſo raſch, als hätte er ſich in einen Bach geſtürzt, war William bis auf die Haut durch⸗ näßt und ſein lederner Hamac weichte ſo auf und dehnte ſich ſo, daß er ſich faſt ganz über ihm zuſammenzog und William wie in einem naſſen Schlauch eingenäht war. Das Peinliche dieſer Lage konnte er nicht länger ertra⸗ gen; er arbeitete ſich daher aus ſeinem Gefängniſſe em⸗ por, ergriff den Zweig über ihm und ſchwang ſich hinauf. Es war ſo finſter um ihn her, daß er nicht die nächſten Gegenſtände unterſcheiden konnte, ſondern ſich nur durch Fühlen zurechtfand. Indeſſen boten ihm die breiten Aeſte einen leidlichen Sitz; er ſchlang den Arm um einen Aſt, und, um nicht herab zu ſtürzen, band er ſich mit ſeinem Schnupftuch daran feſt.— Es war eine wüſte, ſchauer⸗ liche Lage, in der er ſich befand. Auf Tagereiſen weit keine Wohnſtätte; die einzigen menſchlichen, ihm befreundeten Weſen durch einen breiten Strom von ihm getrennt, der bei einem ſolchen Unwetter mit ihrem gebrechlichen Fahrzeuge gar nicht zu beſchiffen war. Sonſt nur die öde Wildniß um ihn her, zwar bevölkert mit Tauſenden von Geſchöpfen, unter denen ſich aber ſo viele beutegierige, blutdürſtige be⸗ fanden, daß das Bewußtſein ihrer Nähe das Grauſen der völligſten Einſamkeit nur erhöhen mußte. Und nur zu oft wurde William an dieſe unheimlichen Nachbarn erinnert durch den ſchauerlichen Laut eines aufbrüllenden Jaguars oder das rauſchende Auftauchen eines Krokodills, das ſich mitten in dem Gebrauſe des Regens und des Stromes ver⸗ nehmen ließ. Seine Beſorgniſſe wuchſen mit jeder Minute,
weil ihm mit jedem Augenblick des fortdauernden Unge⸗ Rellſtab, Geſ. Schr. Neue F. VI. 3 13


