Teil eines Werkes 
18. Band = Neue Folge, 6. Band, Erzählungen : 4. Theil (1847)
Entstehung
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wogte finſter zu William's Füßen hin, die Nebeldünſte brauten ſich zu dichten Wolken zuſammen; von Süden her zog es ſchwefelgrau, wetterſchwer heran, wie ein langſam heraufwachſendes, ſich über die Erde hinwälzendes Gebirg. William war im höchſten Grade aufgeregt; er konnte ſich nicht bergen, daß, ſo großartig das ſich vor ihm bereitende Schauſpiel auch war und ihn mit Staunen erfüllte, doch auch zugleich ein unheimlicher Schauer ſich in ſeine Bruſt ſchlich und er ſich wie verloren in dieſer Einſamkeit mitten in dem Kampf der Elemente, der ſich zu entwickeln begann, fühlte. Das Rollen des Donners verſtummte von Zeit zu Zeit und begann dann nach einigen Minuten wieder und jedesmal ſtärker. In den Zwiſchenräumen herrſchte jene be⸗ klemmende Stille, die allen Gewittern vorangeht, und hier nur durch einzelne Laute, wie das gellende Aufſchreien einer Affenſchar oder das weitſchallende Gebrüll eines Jaguars, aus den Urwäldern herüber unterbrochen wurde. Die Vögel zogen mit geſenktem Flug ſtill über die Waſſerfläche hin; Fiſche ſchnellten ſich empor; hier und da erhoben einzelne Krokodille den ſcheußlichen Kopf aus der Flut und ſperrten den Rachen gähnend auf, um Luft zu ſchöpfen. So wie aber der Donner ſich von neuem hören ließ, tauchten ſie erſchreckt raſch wieder unter.

Die Abenddämmerung vereinigte ſich mit dem Dunkel des Gewitters und bald hüllte ſich Alles ringsumher in Nacht. William verzehrte die Abendkoſt, die er ſich mit auf ſein Lager genommen hatte, aber ließ zur Vorſicht noch einen Theil übrig, der ihm zum Frühſtück dienen ſollte, falls die Gefährten ihn morgen nicht zeitig genug abholen ſollten. Einige große Regentropfen fielen, doch ſchien das Gewitter in dieſer Beziehung nicht recht zum Ausbruch zu kommen, ſondern begnügte ſich mit dem unaufhörlichen