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leicht hinaufarbeiten konnte. Er that es und beſichtigte, von Aſt zu Aſt weiter ſteigend, ſein neues Schlafgemach. Es war ſo ſchattig und kühl, daß es ein indiſcher Fürſt nicht beſſer hätte wünſchen können; wenige Zweigſtufen hö⸗ her hinauf hatte William die ſchönſte Ausſicht, denn hier war eine breite Oeffnung im Laube und er konnte auf einem weit hervorragenden Zweige Platz nehmen, der ihm den freien Ueberblick des Stroms und ſeiner Ufer ver⸗ ſchaffte. Nach dem ſüdlichen Ufer hin ſtreifte das Auge über ein wogendes Meer von Wäldern und Gebüſchen, die ſich unabſehbar weit erſtreckten und nur durch eine Hügel⸗ reihe, die ſich am Horizont erhob, begrenzt wurden; auf der andern Seite ſah man die prächtige Mündung des Rio Capanaparo, eines Nebenfluſſes des Orinoko, der ſich hier mit dieſem vereinigte. An dieſer Stelle erhob ſich eine quaderartig gethürmte Granitmaſſe, auf deren Gipfel, gleich
einem prächtigen Helmbuſch, ein Dom der ſtolzeſten Pal⸗
men und Manguars die ſchwankenden Wölbungen wiegte. Dem Strich des Meeres folgend ſah das Auge über die endloſe Waſſerfläche und die zahlloſen Granitklippen hin, die der, auf welcher William ſeinen Ruheſitz genommen hatte, oft ganz ähnlich waren, indem die üppige Natur
überall, wo ſie Raum fand, einen ſo reichen Baumwuchs
emportrieb. Unter ihm murmelte der Strom und brach ſeine Wellen gegen den granitnen Felſendamm, ſo daß ſie breit ſchäumend weiterzogen. Dieſes großartige Gemälde war fortwährend belebt. Nah über der Erde wirbelten dichte Schwärme von tropiſchen Inſekten, deren Geſumſe ſich mit dem eintönigen Rauſchen der Wellen vermiſchte; hoch in den Luften wiegten ſich Scharen großer Vögel, Papageien, Reiher, wilde Schwäne, die theils in breiten, dunkeln Geſchwadern quer über den Strom zogen, theils


