Teil eines Werkes 
18. Band = Neue Folge, 6. Band, Erzählungen : 4. Theil (1847)
Entstehung
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Eines Tages erblickte man am ſpäteren Nachmittag mitten im Strom einen hervorragenden Granitfelſen, auf welchem ein ungeheurer Baum von der Gattung, welche die Eingebornen Manguar nennen, ſtand, deſſen breite zahlloſe Zweige in horizontaler Richtung vom Stamm ab⸗ wärts getrieben den ganzen Felſen beſchatteten und ſie an einigen Stellen noch über denſelben hinaus gegen den Waſ⸗ ſerſpiegel zu ſenkten. William hatte Luſt, dieſen Fels zu beſteigen. Er hatte, von den Inſekten gequält, die letzte Nacht faſt gar nicht geſchlafen. In den Zweigen dieſes Baumes ließ ſich die lederne Hangematte, der ſogenannte Hamac, vortrefflich befeſtigen, und ſo hoch, daß die Musquitos und andere Inſekten, die ſich immer nur bis zu einer gewiſſen Höhe über den Boden erheben, ſie nicht erreichen konnten. Dort wollte er in der kühlen grünen Laube beim ſanften Murmeln des Stromes eine köſtliche Nacht zubringen. Perez billigte ſeinen Plan, ſetzte ihn mit dem Fahrzeuge auf den Felſen aus, ließ ihm den Ha⸗ mac durch zwei Zambos, die ſchnell in den Gipfel des Baumes kletterten, befeſtigen und ſchiffte dann zurück an das fünfhundert Schritt entfernte Ufer, um dort Anker zu werfen und dann auf die Jagd nach wildem Geflügel zu gehen, deſſen man bedurfte, da die Vorräthe, die man be⸗ ſaß, auszugehen anfingen.

William ſtand betrachtend und mehr und mehr erſtau⸗ nend unter dem grünen Laubgewölbe, das ſich ſo wunder⸗ bar über ihm ausbreitete. Er gewahrte, daß der Stamm bis zu den unterſten Zweigen, die er trieb, gegen dreißig Fuß hoch glatt emporſtieg, er würde daher ſein Lager in den grünen Wipfeln gar nicht haben ſenen können, wenn die aufmerkſamen Zambos nicht ein Seil um den unterſten Aſt gebunden hätten, mit deſſen Hülfe er ſich