Teil eines Werkes 
18. Band = Neue Folge, 6. Band, Erzählungen : 4. Theil (1847)
Entstehung
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mit ſo verwachſenem Geſtrüpp, daß es nur mit der Art in 8 der Hand möglich geweſen wäre ſich eine Bahn zu bre⸗ chen. Von Zeit zu Zeit erblickte man jedoch durchgebro⸗ chene Stellen und eine Art von Fußſteigen; dies waren die Punkte, welche den größeren Raubthieren dieſer Wälder zu Ausgängen gegen den Strom dienten, um ihren Durſt zu löſchen oder ihn zu durchſchwimmen, um der Beute am jenſeitigen Ufer nachzugehen. An beiden Ufern lager⸗ ten ungeheure Krokodille, oft in unüberſehlicher Anzahl, unbeweglich im Uferſande ausgeſtreckt. William fragte, ob ſie den Eingebornen ſehr gefährlich ſeien.„Allerdings,“ erwiderte Perez,„und ſobald ſie einmal Menſchenfleiſch ge⸗ koſtet haben, wird ihnen dies der liebſte Fraß, dem ſie mit fürchterlicher Begierde nachgehen. Am meiſten haben daher die Dörfer davon zu leiden, welche in der Regenzeit den Ueberſchwemmungen des Stroms ausgeſetzt ſind. In dieſe brechen die Ungeheuer alsdann in ganzen Scharen ein, reißen oft die leichtgebauten Häuſer nieder, indem ſie die Pfoſten mit ihrem gewaltigen Gebiß durchnagen, und ſuchen dann unter den Trümmern die Bewohner auf und verſchlingen ſie in wenigen ungeſchlachten Biſſen. Die Ge⸗ walt der Kiefern der Krokodille iſt ſo ſtark, daß ſie einem Büffel oder einem Maulthiere mit eins den Schenkel ab⸗ zureißen vermögen, wobei ſie den ſtarken Röhrknochen gleich einem dünnen Stäbchen zermalmen. Indeſſen ſind Men⸗ ſchen doch nur ihre ſeltnere Beute und ſo ernähren ſie ſich denn auch von den Fiſchen und den Thieren des Wal⸗ des. Von dieſen fürchten ſie keines, ſelbſt nicht die reißende Tigerart, den Jaguar, der oft fürchterliche, aber vergebliche Kämpfe mit ihnen zu beſtehen hat.“