Teil eines Werkes 
18. Band = Neue Folge, 6. Band, Erzählungen : 4. Theil (1847)
Entstehung
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lichen Vorfall gegründet ſei oder nicht.„Du warſt in einer großen Gefahr,“ ſprach Perez mit dem Tone der Theil⸗ nahme und des ſanften Vorwurfs;„aber weshalb entfernteſt Du Dich auch von Deinen Freunden? Ein Zitteraal und zwar einer der größten und ſtärkſten, die ich jemals geſehen, hatte Dich umſtrickt; wären wir nicht zum Glück noch ſo zeitig gekommen, daß wir ihn hinderten, die Ringe um Deine Bruſt zu ſchlagen, ſo hätteſt Du Deine Unvorſichtig⸗ keit mit dem Leben büßen müſſen.“

Indeſſen waren Schreck und Folgen bedeutend genug geweſen, denn außer dem Entſetzen, welches William empfun⸗ den, waren auch ſeine Glieder ſo gelähmt und ſein Körper ſo erſchöpft, daß er weder gehen noch ſtehen, ja ſelbſt ſich nicht auf einem Maulthier erhalten konnte. Man mußte daher in dieſem kühlen Gebüſch zwei volle Tage raſten; da erſt fand William ſeine Kräfte wieder und fühlte ſich im Stande, den Weg fortzuſetzen. Es war jetzt nicht mehr jene ſchreckenvolle Wanderung durch eine Aſchenwüſte, ſon⸗ dern die Landſchaft wurde grün und zeigte ſich bald hüge⸗ lig, bald von Gebüſchen und klaren Bächen durchſchnitten. Hie und da gewahrte man einzelne Gehöfte, welche den Beſitzern der großen Lamaheerden zugehörten; ſie waren meiſt an hohe Palmenſtämme gelehnt und neben Quellen erbaut, welche aus dem Dunkel reichtragender Brombeer⸗ ſträucher hervorſprudelten, ſich aber dann wieder bald im Sande verloren. Die Karawane näherte ſich jetzt den grü⸗ nen Höhen, welche den Rio Pao begleiten und ſich an ſeinen Ufern hin bis zum Orinoko erſtrecken. Von hier an war die Landſchaft ſtets mit einem ſammetnen Teppich des ſchönſten Wieſengrüns, mit ſchattigen Gebüſchen und hohen Bäumen bedeckt. In William's Bruſt kehrte das Gefühl einer Glückſeligkeit ein, wie nur der reine Genuß