Teil eines Werkes 
18. Band = Neue Folge, 6. Band, Erzählungen : 4. Theil (1847)
Entstehung
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Waſſer vor ſich aufſteigen zu ſehen; hohe Bäaume wölben ihre ſchattigen Kronen, ganze Haine wachſen aus der Ebene auf. Der Wanderer eilt angeſtrengteren Schrittes dieſen erſehnten Punkten der Raſt und der Erquickung zu, doch wehe, es erhebt ſich ein glühender Windzug und alle jene Herrlichkeiten ſind plötzlich verſchwunden!— Die Strahlen der Sonne prallen mit verdoppelter Kraft von dem glän⸗ zenden Boden zurück; die Lüfte werden ſo durchglüht, daß ſie dem Strom, der aus der Mündung eines Hochofens dringt, gleichen; jetzt iſt auch nicht ein dürftiger Palmen⸗ ſtamm mehr zu erſehen, auf der unterſchiedsloſen Ebene. Da endlich erblickt man am Horizont einen dunkeln Streifen, der ſeine Geſtalt nicht verändert. Die matten Blicke der Eingebornen glänzen voll Hoffnung und Freude, denn ſie erkennen, daß es ein Gebüſch iſt, wo ſie ein küh⸗ les Nachtlager zu finden hoffen dürfen. Die erſchöpfenden Kräfte beleben ſich wieder an dieſer Ausſicht; ſelbſt die Maulthiere erkennen durch ihren Inſtinkt die nahende Er⸗ löſung, denn ſie ſtrecken die Köpfe weit vor und ſaugen mit geöffneten Nüſtern die Lüfte ein, welche von dort her herüberwehen und mit feuchten Dünſten erfüllt ſind, die den verdorrenden Gaumen wohlthuend berühren. Nach ei⸗ ner halben Stunde erhoben die Zambos einen Freudenruf. William fragte, was es gebez; ſie zeigten ihm ein einzelnes grünes Hälmchen, welches ſo kümmerlich war, daß ohne die ſchärfſte Beobachtung kein Auge es entdeckt haben würde; dennoch war es ein ſicheres Zeichen, daß der Bo⸗ den wieder nährende Kräfte habe. Bald ſproßten auch der Halme mehr; nach wenigen tauſend Schritten ſchimmerte es ſchon leicht grünlich an manchen Stellen des Bodens; ein kleiner Strauch wurde ſichtbar; jetzt ſah man einen wieſenähnlichen Streifen; nun ſproßken auch ſchon andere