Teil eines Werkes 
18. Band = Neue Folge, 6. Band, Erzählungen : 4. Theil (1847)
Entstehung
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nicht, denn das Leben iſt Dir nicht ſo theuer, um es nicht an jedes Unternehmen zu ſetzen, das einige Ausbeute gewähren kann.“— Dieſe Gedanken befeſtigten ſich mehr und mehr in ſeiner Seele, und er fand einen kräftig hei⸗ lenden Troſt darin, ſein Leben zu einem Beruf, der auch Andern fruchten könnte, erhalten zu ſehen.

Eines Morgens weckte Perez ſeinen Freund mit den Worten:„Wir ſehen Land! Dauert der günſtige Wind ſo fort, ſo ſind wir um Mittag im Hafen von Vera⸗ cruz!“ William eilte auf's Verdeck. Er grüßte die blauen Gebirgshöhen von Veracruz mit freudiger Rührung.„Jetzt, Perez,“ rief er, jetzt ſoll ein Leben der That begin⸗ nen. Aus einem Seefahrer wirſt Du ein Landwanderer, der mich begleitet! Morgen ſchon verkaufſt Du Dein Schiff und nimmſt künftig Deinen Capitainsgehalt von mir.“ Perez hatte dies auf ein Jahr verſprochen; doch er⸗ innerte er William, nicht zu haſtig zu ſein, ſondern ſich erſt an das Klima und an die Lebensweiſe der Südameri⸗ kaner zu gewöhnen, ſich in die Nationaltracht zu kleiden und ſowol das Spaniſche noch genauer zu erlernen, als auch ſich wenigſtens nothdürftig mit der Sprache der Eingebornen an den Theilen des Orinoko, die ſie zuerſt durchwandern wollten, bekannt zu machen. William ging Alles ein.

Man landete. Perez beſorgte ſeine Geſchäfte mit den Kaufleuten, für die er geladen hatte, und verkaufte dann ſein Schiff. William trieb unterdeſſen das Spaniſche, wel⸗ ches er ſchon unterwegs halb erlernt hatte, und nahm ſogleich zwei ſogenannte Zambos, Männer aus einem der wilden am Orinoko wohnenden Stämme, zu Dienern, theils um die Sprache von ihnen zu erlernen, theils um ſie als Begleiter und Dollmetſcher mitzunehmen. Mitten in dieſen