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Alle, die Ihr von den Unſrigen wiedergefunden, Leben und Freiheit. Wollt Ihr ſie jetzt dafür erſchießen? Wohl! Aber Ihr fangt mit mir an! Capitain St. Val gibt Euch ſein Ehrenwort, das er noch nie gebrochen, er tritt vor die Bruſt Desjenigen hin, auf den Ihr zuerſt anlegt.“
Die ganze Schar brach in einen jubelnden Enthuſiasmus aus.„Nein! Nein!“ riefen in brauſender Verworrenheit tauſend Stimmen.„Sie ſollen leben! Laßt ſie frei! Un⸗ ſer Capitain hat den Sieg gewonnen! Es ſind ſeine Ge⸗ fangenen! Auf, laßt ſie frei!“
St. Val umarmte Verginois, der zuerſt den Jubelruf der Gnade erhoben hatte; er ſchüttelte Einzelnen die Hände; drückte Andere ans Herz, endlich drängte er ſich zu dem Oberſten heran und rief:„Mein Oberſt, habe ich zur Entſcheidung des Gefechtes beigetragen, ſo ſei das meine Belohnung, daß Sie meine Bitte gewähren!“
„Das Regiment hat ſchon entſchieden,“ entgegnete der Oberſt freudig gerührt!„Beim Teufel! Es that mir ſelbſt leid um dieſe ſchöne Jeanne d'Arc! Ihr waret ihr Ge⸗ fangener, Capitain; nehmt Euch in Acht, daß Ihr's nicht zum zweiten Male werdet,“ ſetzte er lächelnd hinzu.
St. Val eilte zu den Gefangenen, die den Vorgang nur halb begriffen und in angſtvoller Spannung über Das, was dieſe Bewegung bedeuten ſollte, die Entſcheidung ihres Schickſals erwartet hatten.
„Ihr ſeid frei, meine edle, muthige Retterin,“ ſprach St. Val zu Elviren. Durch dieſes Wort ſchien ſie plötz⸗ lich wieder Jungfrau geworden; ſie bebte, ihr Blick glänzte feucht und ein ſeelenvolles Lächeln ſchwebte um ihre Lippen. „Frei?“ fragte ſie kaum hörbar,„frei? und die Mei.
3,Sie theilen das Loos ihrer Führerin!“


