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Commando von Glied zu Glied gehen und die Bewegung vollführte ſich ſchnell und ſtill und ſo pünktlich, als es in der Nacht und bei dem unebnen Terrain möglich war. Die Front war hergeſtellt.„Laßt tief anſchlagen,“ ließ er den Wink durch die Glieder murmeln,„damit Ihr nicht über die Köpfe des Feindes hinwegſchießt und gar die Unſrigen trefft.“ Der Befehl war wol gut, doch St. Val's Hoff⸗ nung dabei eigentlich die, daß die hochſitzende Fahnenträge⸗ rin wo möglich verſchont bleiben möge. Jetzt war der Au⸗ genblick da!
„Feuer!“
Die Salve krachte durch die Nacht.
„Tambour! Sturmſchritt geſchlagen!“
Der Trommelwirbel rollte, daß er betäubend in den Bergen widerhallte. St. Val flog mit gezogenem Degen voran, die muthigen, erbitterten Krieger ihm nach, als ob eine Koppel Jagdhunde losgelaſſen ins Feld brauſte.
Der unvermuthete Angriff hatte Schrecken in die Rei⸗ hen der Spanier gebracht. Dem Feinde vor ihnen gingen ſie trotzig entgegen, um ſich Stirn an Stirn mit ihm zu meſſen. Als ſie ihn aber hinter ſich ſpürten und ſo, daß ſeine erſte Salve gleich von der furchtbarſten Wirkung war, da vergrößerten Nacht und Ungewißheit über die Gefahr die Schrecken derſelben und ſie ſtanden beſtürzt, faſſungs⸗ los, wußten nicht, wohin ſie ſich wenden ſollten. Ehe ſie zu einem Entſchluß kommen konnten, wurde er ihnen auf⸗ gezwungen. Denn St. Val brach mit ſeinen Tapfern in die verworrenen Reihen ein und das wilde Handgemenge zwang jeden Einzelnen zum Kampfe oder zur Flucht.
„Nach der Fahne, nach der Fahne!“ rief St. Val den Seinigen zu und drang, nicht rechts nicht links den Feind beachtend, gegen dieſe vor. Verginois war ihm zunächſt 2 4


