Teil eines Werkes 
18. Band = Neue Folge, 6. Band, Erzählungen : 4. Theil (1847)
Entstehung
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Rührt ihn nicht an! rief Verginois wild.Er ſoll hier hängen als unſer Altarbild. Wir werden den Platz wol behaupten, denke ich, und nicht alle dieſe kahlhälſigen, braungelben Zigeuner aus Navarra werden ehrliche Kugeln in den Wanſt bekommen. Die wir lebendig fangen, ſollen hier vor Gericht geſtellt werden! Laßt ihn hängen, ſage ich! Jetzt fort zum Capitain!

St. Val rückte mit den Seinigen im Sturmſchritt an; ſie kamen der hochfliegenden Fahne der Spanier, die ſie beim Blitz der Musketen von Zeit zu Zeit aus dem Dun⸗ kel leuchten ſahen, immer näher. Der Kampf war ſchon lebhaft, die tapfern Navareſen wähnten nicht, daß ſie von allen Seiten umringt ſeien, und hielten ſich ſtark genug, um den Angriff von der einen Seite ſiegreich zurückzuweiſen. Am wenigſten ahnten ſie aber, daß bereits dicht in ihrem Rücken eige Feindesſchar anrücke.

St. Val's Herz ſchlug, von einem unausſprechlichen Gefühl bewegt, bei dem Gedanken an die Heldin, die das Banner trug. Er ging zum erſten Mal mit Furcht dem Kampf entgegen. Wie ſollte er es möglich machen, die heldenmüthige Retterin zu erretten, die ihre Bruſt ſo kühn den Gefahren entgegenwarf! 1

Jetzt war man dem Feindestrupp auf bequeme Schuß⸗

weite nachgerückt. Der Angriff mußte nun geſchehen; auch

Verginois war eben wieder eingetroffen und rief halblaut: Gut, ich komme eben noch recht zum Anfang des Con⸗ tretanzes! Capitain, was habe ich geſehen! Die Navare⸗ ſen ſind ja boshaftere Teufel als die Mamelucken! Die Geier in den Pyrenäen ſind Lämmer dagegen! Aber jetzt laßt uns den Fandango aufſpielen! Ihr ſollt franzöſiſche Caſtagnetten kennen lernen!

In Zügen rechts marſchirt auf! ließ St. Val das