Teil eines Werkes 
18. Band = Neue Folge, 6. Band, Erzählungen : 4. Theil (1847)
Entstehung
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Minute wußte Jeder vom Andern, was nöͤthig war und St. Val ſtieg mit Verginois wieder aufwärts, um einem Trupp von Landsleuten zu begegnen, der auf einem zwar ſchmalen und ſteilen Gebirgspfade, aber doch nicht auf ei⸗ nem ſo halsbrechenden Nebenwege, als Verginois gewählt hatte, herabkam. Kaum waren ſie hundert Fuß aufwärts geklimmt, als ſie ſchießen hörten. Die Vorpoſten waren handgemein geworden. Verginois hatte wieder geladen und gab auch St. Val Patronen.

Hier ſtehn wir auf dem Anſtand! Wenn ſie herun⸗ terkommen, hier wenigſtens ſoll weder ein Haſe, noch ein Eber durchgehn, murmelte der Sergeant leiſe und ſchärfte den Stein an ſeinem Hahn.

Aufgepaßt! winkte St. Val,ſie kommen! Man hörte das Felsgeröll in dem engen Pfade raſſeln und raſche Schritte.

Ich nehme den Erſten, mein Capitain, flüſterte Ver⸗ ginois. Ein navareſiſcher Spitzhut wurde ſichtbar, Vergi⸗ nois drückte ab, der Spanier ſtürzte.

Heilige Jungfrau Maria! rief er aus, ſank in die Knie, kreuzte die Arme über die Bruſt und fiel, ohne ei⸗ nen Laut weiter zu ſprechen, auf das Angeſicht nieder. Die Unze Blei iſt bezahlt, triumphirte Verginois, war aber ſo⸗ gleich wieder beim Laden. St. Val blieb im Anſchlage, war jedoch vorſichtig, weil er nach der Stärke, wie die Spanier ihre Poſten auszuſtellen pflegten, nicht vermuthete, daß noch Einer den Felspfad herabkommen werde. Er hatte ſich nicht geirrt, denn gleich darauf ſah man franzö⸗ ſiſche Czakos und Verginois gab ein Freudenſignal durch den Ausruf:Vive Pempereur! Jubelnd begrüßten die Soldaten von St. Val's Regiment ihren verloren geglaub⸗ ten Capitain und fragten nach dem Schickſal ihrer Kame⸗