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gegentrieb, auf denen die Franzoſen jetzt mit Getümmel vor⸗ drangen und die Vorpoſten überall angriffen und warfen.
St. Val hatte kriegeriſchen Ueberblick genug, um den ungefähren Zuſammenhang der Dinge zu vermuthen. Er ſuchte daher eine Gegend des Thales zu erreichen, wo er hoffen durfte, bald auf die Angreifer zu ſtoßen. Dies wäre ihm leicht geworden, doch trieb ihn auf der andern Seite ein unwiderſtehlicher Zug, das Schickſal der Heldenjungfrau, der er die Rettung ſeines Lebens verdankte, im Auge zu behalten. Er ſah die von ihr hoch geſchwungene Fahne mitten im Thal im Glanz der widerſtrahlenden Wachtfeuer wehen und den Hauptſtrom der Menge ſich um ſie ſammeln, mit ihr vordringen; einige minder Tapfre und die Scharen der Frauen und Alten warfen ſich nach andern Richtungen, um Auswege zu ſuchen. Sie wußten nicht, daß ſie um⸗ ringt waren und ihnen keine Rettung blieb, als mit gan⸗ zer Macht auf einem Punkte durchzubrechen.
Zwiſchen Felſenklippen, immer tief im Buſchwerk, ſtieg St. Val einen mühſamen Pfad hinan, der ihn verbarg, ohne ihm den Ueberblick zu rauben. Plötlich raſſelte es über ihm wie Steingeröll, ein Schuß krachte dicht über ſei⸗ nem Haupt und zugleich glitt ein Menſch halb fallend, halb ſpringend zwiſchen dem Felſen herab. St. Val ergriff die Büchſe und legte an; da erkannte er im dämmernden Glanz der entfernten Feuer die franzöſiſche Uniform. Doch bevor er ein Erkennungswort ausſprechen konnte, hatte der kühne Landsmann ihn ſchon unterlaufen, packte ihn und wollte ihn vom Felſen ſtürzen. Es wäre ihm gelungen, doch er glitt ſelbſt aus und St. Val hatte alle Mühe, ihn zu halten.
„Sacre Dieu!“ rief der Soldat ingrimmig, indem er auf die Knie niederſtürzte.


