Teil eines Werkes 
18. Band = Neue Folge, 6. Band, Erzählungen : 4. Theil (1847)
Entstehung
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Drittes Capitel.

Das Regiment, zu welchem St. Val gehörte und wel⸗ ches dem Ueberfall der Guerilla im erſten Augenblick wei⸗ chen mußte, weil das ungünſtige Terrain und die durch die Nacht erhöhte Verwirrung dem Feind zu Hülfe kamen, hatte ſich ſchnell wieder geſammelt. Der Oberſt fühlte, daß er die Schmach rächen müßte, oder ſeine und des Regiments krie⸗ geriſche Ehre verloren ſei. Er beſchloß daher einen Angriff auf die Guerilla in ihren Gebirgsſchlupfwinkeln, ſo unzu⸗ gänglich dieſelben auch zu ſein pflegten. Der Zufall führte ihm eine Verſtärkung durch einige Geſchütze zu, die, von einer Abtheilung leichter Truppen gedeckt, ebenfalls den Weg nach Pampelona nahmen. Unter den Soldaten be⸗ fand ſich einer, der lange Zeit als Schleichhändler mit den baskiſchen Provinzen verkehrt hatte; er erbot ſich zum Füh⸗ rer in die Gebirgsthäler, wohin ſich allem Vermuthen nach die Guerilla zurückgezogen haben würde. Der Oberſt ver⸗ ſprach ihm eine glänzende Belohnung. Der Zug begann. Das Glück war günſtig, man traf die rechte Spur. Es gelang zwei ausgeſtellte Vorpoſten ſo zu beſchleichen, daß man ſie niederſtoßen konnte, bevor ſie den Feind ahneten. Man ſchaffte jetzt zwei Kanonen mit großer Mühe auf ei⸗ nen Felsvorſprung, der das Thal beherrſchte, in weichem die Guerilla ihr Lager aufgeſchlagen hatte. Indeſſen beſetz⸗ ten die Franzoſen, durch den Schleichhändler auf's vortreff⸗ lichſte angeleitet, jeden Ausgang und nun begann auf ein gegebenes Zeichen das mörderiſche Kartätſchenfeuer, welches die, wie in einem Netz gefangenen Spanier furchtbar auf rieb und ſie nach allen Seiten den beſetzten Ausgingen ent⸗

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