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der Jubel, in den von Zeit zu Zeit noch einzelne Flinten⸗
er, den jetzt Alles verdroß, weil er nicht Theil daran hatte, voller Unmuth aus.„Als ob nicht genug Franzoſenköpfe ſich in Spanien auf den Schultern herumdrehten. Bei St. Jago, jeder unnütze Knall rettet einem das Leben! Car⸗ racho!“
„Schweig und läſtre nicht!“ verwies Kaveria,„bete lieber einen Roſenkranz und thue unſrer lieben Frau ein Gelübde, Du Gottloſer!“ 8
„Pah! Ein niedergeſtreckter Franzoſe iſt beſſer als ein Gelübde! Und das gelobe ich, der erſte Schuß, den ich aus dieſer meiner Büchſe abfeuere, ſoll eine dreifarbige Ko⸗ karde überflüſſig machen!“
„Haſt Du nie fehl geſchoſſen, Nunnez?“ fragte Paveria
lächelnd.
„O ja! Auf hundert Schritte fehlte ich unter dreimal einmal die Kaſtanie, um deren Stiel eine Schleife gebun⸗ den war, wenn wir zur Luſt danach ſchoſſen! Den Feind nimmt der alte Nunnez aber ſicherer auf das Korn, denn er tritt ihm ſo nahe, daß er nicht fehlen kann!“ Bei die⸗ ſen Worten warf er das Haupt ſtolz empor und blickte mit dem Selbſtgefühl des Spaniers umher.
Indeſſen war der Zug näher gekommen. Auf den en⸗ gen Bergpfaden, die aus der Waldung den Fels hinablie⸗ fen, wurde es lebendig. Man ſah hier und da Fackeln ſchimmern und bei ihrem Schein einzelne Neiter auf Maul⸗ thieren zwiſchen dem zahlreichen Fußvolk; eine wehende Fahne, blitzende Waffen, Federbüſche. Das ganze Thal war in Aufregung. Die Kinder und Mädchen liefen den Ankommenden entgegen und kletterten halb die Berge hin⸗ an, um zuerſt die Ihrigen zu begrüßen, oder ihr Schickſal zu erfahren. Bald erhob ſich ein lauter, immer wachſen⸗


