Teil eines Werkes 
17. Band = Neue Folge, 5. Band, Erzählungen : 3. Theil (1847)
Entstehung
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flüchten, denn es war ihm bange, Natinel würde ihn packen und ihm den verdienten Lohn geben. Doch dieſer ſprach: Fort, mir aus den Augen, Elender! Nimmermehr laß Dich hier wieder im Hauſe ſehen! Sonſt thue ich, was mich vergeblich reuen würde! Er winkte, Jacques ſchlich, noch an allen Gliedern vor Schrecken zitternd, hinaus.

Louiſon ging ihm nach. Vor der Thür holte ſie ihn ein und faßte ſeine Hand.Lieber Jacques, gib nicht die Hoffnung auf! Der Vater wird ſich verſöhnen laſſen, Du wirſt wiederkommen dürfen. Bleib nur heut in der Stadt, morgen wird ſich Alles gut machen. Aber Du haſt ja Deinen Hahn nicht mitgenommen? Wart nur einen Augenblick hier, ich werde ihn gleich holen. Sie lief zurück und brachte ihm den Käfig mit dem Hahn.Ge⸗ wiß, Du wirſt bald zurückkommen! rief ſie ihm noch ein⸗ mal nach, indem er ging.Ja bald, recht bald, ant⸗ wortete er und ging haſtig der Stadt zu.

Er kam eben noch zur rechten Zeit in Chateau Thierry an, um dem Kampfe beizuwohnen, den die Hähne der Schüler anſtellten. Ratinel's Hahn bewährte ſich noch über Erwartung; er ſchlug Alle, die ihm entgegentraten, in die Flucht oder zu Boden und nach wenigen Stunden wurde Jacques zum Könige ausgerufen. Er hielt an der Spitze ſeiner Mitkämpfer, die nun für dieſen Tag ſeine Vaſallen waren, einen Umzug unter den verſammelten Zuſchauern und kam ſo auch zu dem engliſchen Commandanten, der ihn freundlich begrüßte. Jacques nahm die Gelegenheit wahr, ihm zu ſagen, daß er ihm etwas Wichtiges zu ver⸗ trauen habe. Dieſer zog ihn nach beendigtem Umzuge bei Seite und ſie hielten ein langes Geſpräch miteinander. Mit vergnügten Augen kam Jacques von da in den Kreis ſei⸗ ner Mitſchüler zurück und ging ſogleich zu ſeinem Lehrer,