Teil eines Werkes 
17. Band = Neue Folge, 5. Band, Erzählungen : 3. Theil (1847)
Entstehung
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Wahrhaftig, rief Jacques, Ihr ſeid ſehr gut, Vater Ratinel! Dieſe Eure Güte gibt mir Muth, Euch eine Bitte vorzutragen, die ernſterer Art iſt, als jene Kindereien.

Ratinel horchte hoch auf; das Wort gefiel ihm nicht, das Jacques gebrauchte, und überhaupt freute er ſich nicht herzlich genug und er ſelbſt hatte ſich doch ſchon ſo lange auf den Tag gefreut, wo er ihn mit dieſen Geſchenken er⸗ freuen wollte, die ſeiner Meinung nach die Wünſche eines ſo jungen Menſchen über alle Erwartung befriedigen muß⸗ ten.Indeſſen, dachte er,jeder Menſch hat ſeine Weiſe und Jacques iſt nun einmal ſo. Du thuſt ihm Liebes an und er wird deſſen gedenken. Eine gute Handlung bleibt nicht unbelohnt; jedenfalls wird Dir die Wohlthat Segen bringen!Nun, was wäre denn das? fragte er Jac⸗ ques recht freundlich.

Seht, entgegnete dieſer,die Bücher, die ich ab⸗ ſchreibe, ſind jetzt ſo gut und beſſer, wie die der geſchick⸗ teſten Schreiber. Aber ich darf mich noch nicht Meiſter nennen; ich gelte nur für einen Lehrling, einen Schüler und kann mein Brot nicht damit gewinnen, weil ich we⸗ der einen Laden noch eine Kundſchaft habe. Nun habe ich geſtern Abend mit meinem Lehrer, dem Meiſter Laurentius, beim Vater Guibal ausführlich geſprochen und er iſt be⸗ reit, mir ſeinen Meiſtertitel und die ganze Kundſchaft ab⸗ zutreten, wenn ich ihm zweihundert Livres bezahle. Der Preis iſt freilich etwas hoch, aber er will einmal nicht anders und läßt keinen Sous, keinen Heller davon ab. Nun habe ich darauf gerechnet, Vater, daß Ihr mir das Geld gebt!

Jacques, wo denkſt Du hin, rief Ratinel erſtaunt und trat einen Schritt rückwärts;das iſt ja eine unge⸗ heure Summe! Es iſt mehr als ich für meine arme Loui⸗