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Guckkaſten zu ſehen iſt. Sieh nur die breite Bruſt, die er hat, und wie er den Kopf trägt. Und da, das glänzende, feurige Auge, den harten Schnabel und was er für feſtes Fleiſch hat und die ſcharfen Sporen! Ich ſage Dir, das iſt ein Kerl, der ſiegen muß! Seit drei Monaten habe ich mich aber auch auf allen Märkten umgeſehen, damit Du einen tüchtigen Ritter im Hahnenturnier ſtellen könn⸗ teſt. Nun, was meinſt Du?“
„Ich danke Euch, Vater Natinel, ich danke Euch be⸗ ſtens,“ entgegnete Jacques;„ich glaube ſelbſt, Ihr habt durch Eure Wahl meinen Sieg geſichert.“
„Ja, mein Junge, ich verwette ein feiſtes Kalb darauf, Du biſt morgen König der Neude. Ich höre ſie ſchon im Geiſte rufen:„Vive le roy de la Neude!“—„Ich glaube es auch,“ erwiderte Jacques,„und freue mich von ganzem Herzen dazu, allein—“
„Junge, was denkſt Du von mir?“ fiel ihm Natinel ins Wort; glaubſt Du etwa, ich weiß nicht, was es hei⸗ ßen will, König ſein? Die Krone iſt und bleibt eine Laſt, ſelbſt im Scherz, das weiß Niemand ſo gut als ich. Aber ich werde Dich nicht ohne Schatz laſſen; denn das war es doch, was Du noch auf dem Herzen haſt. Die Carnevals⸗ Luſtbarkeiten werden Deinen Säckel auch geleert haben; ich weiß, was Bänder und Näſchereien koſten und daß der alte Graubart, der Guibal, ſeinen Wein nicht umſonſt aus⸗ ſchenkt, ſondern einen Sous für das Maaß verlangt, der alte Wucherer! Aber ſein Wein iſt gut und Du, als Kö⸗ nig, ſollſt vom beſten trinken und geben. Du mußt frei⸗ gebig ſein, ich weiß es, darum bin ich es auch. Hier nimm!“ Dabei drückte er ihm ſechs halbe Francs in die Hand, eine Summe, die zu jener Zeit ausreichte, um das luſtigſte Gelag zu beſtreiten.


