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grundgelehrter Mann, Ihr ſollt leben! Hoch!“— Im Grunde hatten Alle des Redens ſatt und waren froh, daß es wieder ans Trinken ging. So verſöhnten ſich die Ge⸗ müther raſch und ſtießen mit den großen Humpen wacker an. Laurentius aber, der noch gern eine Weile fortgeredet hätte, rief in den Lärmen hinein:„So ſeht Ihr wol, Ihr Herren Engländer, daß unſere Lieder Euch keinen An⸗ laß zum Zorn zu geben brauchen. Wir feiern morgen ein Feſt, das Euren Ruhm ſo gut auf die Nachwelt bringt als unſern. Alſo ſtellt Euch hübſch bei dem Kampfe als Zuſchauer ein und bewegt auch den Herrn Commandanten, daß er den Triumph des Siegers verherrlichen hilft! Alſo morgen, auf Wiederſehen!“ Damit leerte er ſeinen Hum⸗ pen und ging hinaus. Die Schüler folgten ihm, denn es war ſchon ſpät in der Nacht und mancher hätte auch trotz der Finſterniß auf den Gaſſen von Chateau Thierry Noth gehabt, ſeine Wohnung aufzufinden.
Am andern Morgen lange vor Tagesanbruch war Jac⸗ ques ſchon auf und pochte an Ratinel's Schlafkammerthür. „Wer iſt da? Was gibt's?“ fragte dieſer; Jacques nannte ſeinen Namen und trat ein.„Guten Morgen, mein Junge,“ redete ihn Ratinel, der einen ſehr guten Traum gehabt hatte, an;„was bringſt Du? Faſt möchte ich wetten, ich weiß es ſchon vorher!“—„Ich hätte wol eine Bitte an Euch, Vater Ratinel!“ erwiderte jener.„Siehſt Du, da habe ich Dich!“ rief Ratinel und ſprang aus dem Bett.„Aber meinſt Du, ich hätte nicht ſchon im Voraus an Dich ge⸗ dacht? Meinſt Du, ich würde es vergeſſen, daß Du heut gern König der Neude würdeſt? Aber ſieh einmal her,“ dabei ſchlug er ein über einen Käfig gebreitetes Tuch zurück, „ſieh her, ob Du auf zehn Lieues in der Umgegend ſolch einen Kampfhahn findeſt, wie hier in meinem hölzernen
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